Institutional Money, Ausgabe 2 | 2026

Asset-Manager-Ranking PRODUKTE & STRATEGIEN 2/2026 | institutional-money.com 153 21 Prozent und brachte per Ende Dezem- ber „nur“ mehr rund 418 Milliarden Euro an Assets auf die Waage. Wie bei derarti- gen M&A-Deals üblich, wurde vereinbart, zukünftig bei der Entwicklung neuer Stra- tegien und Produkte sowie beim Vertrieb derselben zusammenzuarbeiten. MetLife Investment Management, die insti- tutionelle Vermögensverwaltungstochter der US-amerikanischenMetLife, schloss per Ende 2025 die Übernahme von PineBridge ,QYHVWPHQWV DE 9HUNÌXIHU ZDU GLH 3DFLljF Century Group, die sich jedoch das Private- Equity-Geschäft von PineBridge sowie ein Joint Venture in China behielt. Dank der Transaktion konnte MetLife IM ihre ver- walteten Assets um 18 Prozent steigern. Eine Übernahme tätigte ebenfalls die Man Group in Formdes US-Hauses BardinHill, die damit ihre eigene Private-Credit-Platt- form stärken will. Hinzu kam der Einstieg derManGroup in das Geschäft mit aktiven ETFs, um die Schlagzahl im Vertrieb mit wohlhabenden Privatkunden zu erhöhen. WisdomTree kaufte die auf Farmland spe- zialisierte US-Investmentboutique Ceres Partners und vollzog damit wie viele andere Asset Manager zuvor den Eintritt in den Bereich Private Markets, um von den dort höheren Wachstumsraten und Gebühren ]X SURljWLHUHQ Royal London Asset Management, die Tochter der genossenschaftlich organisier- ten britischen Versicherung Royal London, übernahm die britische Dalmore Capital. Diese verwaltet mehr als sechs Milliarden britische Pfund in Infrastrukturanlagen, die nunmehr dem neuen Eigentümer als Assets under Management zuzurechnen sind. Diese Übernahme trug dazu bei, dass Royal London AM ihr institutionelles Geschäft um 55 Prozent steigern konnte. Insight Investment übernahm ihrerseits das Wealth-Management-Geschäft von BNY Mellon, was den hohen Zuwachs von 2,2Milliarden auf 30,4Milliarden Euro (immerhin 1.270 Prozent) im Teilsegment „Retail/Wholesale“ im Ranking erklärt. M&A made in Germany Nicht nur die internationalen „Big Player“ setzen auf Fusionen und Übernahmen, auch die kleineren Häuser, in diesem Fall aus Deutschland, können M&A. Ein Bei- spiel dafür ist CommerzReal, die einen beachtlichenZuwachs inHöhe von 59 Pro- zent meldete. In dieser schon länger am Markt bestehenden Einheit für Sachwerte bündelt die Commerzbank ihre Beteiligun- JHQ DQ ,QYHVWPHQWERXWLTXHQZLH <HOORZljQ AM (das im Jahr 2023 ausgelagerte Com- merzbank-Asset Management für liquide Assets) oder die nunmehrige 74,9-pro- zentige Tochter Aquila Capital. Zudem gründete die Commerzbank die Vertriebs- tochter Commerz Real Capital, die von Thilo Wolf geleitet wird. „Ziel ist es, den Kunden ein breites Spektrum an Produk- ten anzubieten und so zusätzlicheMandate und Volumina über alle Assetklassen hin- weg zu gewinnen“, erklärt Wolf. Der Zuwachs bei Laiqon beruht größten- teils auf der Übernahme von Assets der 0DLQ)LUVW $ȯOLDWHG )XQGV 0DQDJHUV (Deutschland) GmbH und des damit ver- bundenen Wechsels des betreuenden Fondsmanagerteams zur Laiqon-Gruppe. Insgesamt erwarben die Hamburger 2,1 Milliarden Assets under Management, davon eine Milliarde Euro in vier Publi- kumsfonds mit langjährigemTrack Record und rund 1,1Milliarden Euro inmehreren Aktien-, Renten- und Multi-Asset-Spezial- fonds. Der wirtschaftliche Übergang des Portfolios erfolgte zum 1. August 2025. „Durch die Transaktion wurde das beste- hende Laiqon-Fondsportfolio im Asset Management um Global-Equities-, Mega- trends Asia-, Absolute-Return-Strategien sowie Spezialmandate ergänzt“, erläutert Laiqon-CEO Achim Plate, um anzufügen: „Die Transaktion ist bereits jetzt erfolgreich: Die vom Team verwalteten Assets under Management stiegen zum 15. April 2026 organisch um rund 400 Millionen auf 2,5 Milliarden Euro.“ Alternative Einflussfaktoren Nicht alle nennenswerten Vermögens- entwicklungen dieses Rankings sind M&A-induziert, manche beruhen auch auf anderen Faktoren. Beispielsweise bei Robeco: Laut Mark den Hollander, Robe- FRV &KLHI )LQDQFLDO DQG 5LVN 2ȯFHU VDK man hohe institutionelle Nachfrage, die XQWHU DQGHUHP LQ VLJQLljNDQWH =XijĞVVH in die hauseigenen Quant-Strategien und Indexlösungen mündete. Das sorgte dafür, dass die Assets under Management um 26 Milliarden Euro auf 228 Milliarden Euro stiegen. „Das Gesamtwachstum wurde im Lauf des Jahres zusätzlich durch günsti- ge Marktentwicklungen und eine starke Vertriebsdynamik gestützt“, ergänzt der Robeco-Mann. Mit Nordea Asset Management konnte ein weiterer skandinavischer Vermögensverwal- ter seine Assets steigern, insbesondere im institutionellenGeschäft. Dazu beigetragen haben diverse angebotene „Beta-Plus“- Strategien. So wählte beispielsweise der Government Pension Investment Fund of Japan (GPIF), einer der weltweit größ- ten institutionellen Investoren, Nordea AMs Strategie Beta Plus Enhanced Glo- bal ex-Japan Equity für die eigene globale Aktienallokation. In Summe sind mittler- weile mehr als 80 Milliarden Euro in der Beta-Plus-Enhanced-Familie von Nor- dea AM angelegt. Laut Nordea AM sind diese Strategien mit geringem Tracking Error und konsistenter Alpha-Generie- rung eine aktive Alternative zu passiven Anlagen und darauf ausgelegt, möglichst zuverlässig Überrenditen bei begrenztem aktivem Risiko zu erzielen. An diesem Ansatz, kombiniert mit Nachhaltigkeit, wollten viele Investoren auch über ETFs teilhaben. So entwickelte sich letztes Jahr der BetaPlus Enhanced Global Sustaina- ble Equity UCITS ETF nur wenige Monate QDFK VHLQHU $XijDJH ]XP JUĆĕWHQ QDFKKDO - tig ausgerichteten und aktiv gemanagten ETF in Europa. AQR bewies ein gutes Händchen bei ihren Hedgefondsstrategien, die einerseits gut performten und andererseits Anleger zum Einstieg bewogen. Im Ergebnis konnten die Amerikaner ihre in Hedgefonds ver- walteten Gelder vergangenes Jahr um fast 90 Prozent steigern und sind nun die größte Hedgefondsgesellschaft der Welt, noch vor demehemaligen Platzhirschen Bridgewater Associates. Der Zuwachs von Universal-Investment ist erklärbar mit demEinstieg in das Geschäft mit aktiven ETFs, einem stärkeren Fokus auf Alternative Investments und Private Markets wie auch der weiteren internatio- nalen Expansion, insbesondere nach Asien. Bei anderenAssetManagern lief es imzwei- ten Halbjahr 2025 weniger optimal. FORTSETZUNG AUF DEN FOLGENDEN SEITEN

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