Institutional Money, Ausgabe 1 | 2026

Talking-Heads-Kanal – es zählt, was gesagt wird undwer es sagt. Die externe Nachrich- tensammlung fällt weitgehend weg. Die Hauptkosten sind Personal, und Personal ist einKostenfaktor, denman steuern kann. Fernsehrechte dagegen, die bei anderen Sen- dern den Löwenanteil ausmachen, kön- nen von Jahr zu Jahr um 20 oder 25 Pro- zent steigen. Das haben wir nicht. Dazu kommt unser Redaktionssystem, das die Produktionskosten deutlich senkt. Wenn man dann noch Inhalte über mehrere Platt- formen undmehrere Länder hinwegmone- tarisieren kann – ein TV-Interviewwird aus- gestrahlt, geht in die digitale Aufbereitung, ijLHĕW LQ GLH 3ULQW0RQDWVDXVJDEH HLQ NDQQ auf Veranstaltungenweiterverwertet werden ł GDQQZLUG GDV NRPPHU]LHOO ÌXĕHUVW LQWHU - essant. Undweil wir inDeutschland, Öster- reich und der Schweiz jeweils eigeneWerbe- märkte bedienen, lässt sich derselbe Inhalt auch kommerziell mehrfach verwerten. Herr Schütz, Medien sind eine betriebs- wirtschaftlich komplizierte Branche. Sie hätten Ihre Mittel auch anderweitig anlegen oder einfach Urlaub machen können. Wieso jetzt dieses anspruchs- volle Projekt? ALEXANDER SCHÜTZ: Ich darf Sie beruhigen: Ich gehe nach wie vor auch auf Urlaub, das Projekt zwingt mich also nicht ]XU 6HOEVWDXIJDEH 0HLQH0RWLYDWLRQ LVW GLH - ser blinde Fleck, von dem ich gesprochen KDEH (LQ 0HGLXP ZLH &1%& '$&+ gibt es schlicht nicht im deutschsprachi- JHQ 5DXP XQG GDV ljQGH LFK DXIUHJHQG Dazu kommt: Wenn man so etwas macht, muss man es richtig machen, sonst verliert man. Ich habe mit anderen Investments GXUFKDXV VFKRQ *HOG YHUORUHQ XQG ZHLĕ worauf es ankommt. In allen Gesprächen, GLH ZLU PLW &1%& PLW 7HFKQRORJLHSDUW - QHUQ XQG PLW SRWHQ]LHOOHQ 0LWDUEHLWHUQ geführt haben, war Rusmir immer auf dem QHXHVWHQ 6WDQG %HQMDPLQ /DNDWRV XQG LFK haben uns daher entschlossen, ihm zu fol- gen und das gemeinsam umzusetzen. Wie ist die Eigentümerstruktur? Laut aktuellemFirmenbucheintrag sind Sie, Herr Nefic, als Dritteleigentümer bei der D-DACH Business News Holding eingetragen. Bernhard Lakatos und Sie, Herr Schütz, scheinen respektive über Ihre jeweiligen Family Offices auf. ALEXANDER SCHÜTZ: Ja, wir sind zu GULWW GDEHL ł %HQMDPLQ /DNDWRV 5XVPLU und ich. Es gibt derzeit keine weiteren Investoren. RUSMIR NEFIC: Und keiner von uns hält GLH 0HKUKHLW 'DV ZDU HLQH VHKU EHZXVV - te Entscheidung. Es wäre ein schlechtes 6LJQDO QDFK DXĕHQ ZHQQ HLQH HLQ]HOQH Person oder ein einzelnes Unternehmen die 0HKUKHLWVNRQWUROOH ĞEHU HLQH VROFKH 3ODWW - form hätte. Die Anteile sind nicht exakt Alexander Schütz und Rusmir Nefic | CNBC DACH INTERVIEW 1/2026 | institutional-money.com 167 Fotos: © Marlene Fröhlich INVESTOR ALEXANDER SCHÜTZ Alexander Schütz gründet 1991 die C-Quadrat Investment Group und entwickelt sie zur größten unabhängigen Asset-Management-Gesellschaft Österreichs mit über neun Milliarden Euro an AuM. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wird er 2016 mit der Übernahme eines Aufsichtsrats- mandats bei der Deutschen Bank AG. 2021 tritt er nachmedialen Turbulenzen rund umWirecard von demPosten zurück. Im gleichen Jahr wird er Investor in der Start-up-Show „2 Minuten, 2 Mil- lionen“ (Puls 4). Das Schütz Family Office (SFO) investiert in Unter- nehmensbeteiligungen, Immobilien und Finanz- instrumente mit Sektorfokus Fintech, Life Scien- ces und Cybersecurity. Im Januar 2026 wird Schütz Co-Gründer von CNBC DACH, das 2027 mit redaktionellen Hubs in Wien, Frankfurt, Zürich, Berlin und München startet. Sein privates Vermögen wird laut dem österreichischenWirtschaftsmagazin „trend“ auf 380 Millionen Euro geschätzt.

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