Institutional Money, Ausgabe 1 | 2026
DAS AMBITIONIERTESTE Medienpro- jekt, das der deutschsprachige Raum im – gar nicht mehr so jungen – 21. Jahrhun- dert gesehen hat, trägt den Namen CNBC DACH. Vollkommen überraschend haben der österreichische Investor Alexander 6FKĞW] GHU XQJDULVFKH 5RKVWRȬPDJQDW Bernhard Lakatos und der aus Bosnien VWDPPHQGH 5XVPLU 1HljF GHQ 6WDUW HLQHU neuen regionalen Finanz-News-Plattform angekündigt. VomZeitpunkt der Bekannt- gabe soll gerade einmal ein Jahr verstrei- chen, Anfang 2027 will man schon auf Sendung gehen. Institutional Money hat 6FKĞW] XQG 1HljF LQ GHQ 5ÌXPOLFKNHLWHQ GHV 6FKĞW] )DPLO\ 2ȯFH LP+HU]HQ:LHQV JHWURȬHQ Herr Nefic, Herr Schütz – Sie planen den Aufbau einer CNBC-Plattform für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Was genau ist die Zielset- zung? ALEXANDER SCHÜTZ: Das ist relativ einfach zuumreißen: Es gibt imdeutschspra- chigen Raum keine starke, politisch neutra- OH XQG VXEVWDQ]LHOOH:LUWVFKDIWVQDFKULFKWHQ - plattform. Das ist ein blinder Fleck, und den wollen wir schließen. Aber ich muss gleich hinzufügen: Das ganze Projekt liegt operativ in denHänden vonRusmir. Er hat es zu uns gebracht, er hat alles organisiert. Ich kann meine Perspektive als Investor einbringen undmeine Überzeugungen teilen. Operativ ist Rusmir der richtige Ansprechpartner. RUSMIR NEFIC: :LU ZROOHQ HLQH XPIDV - VHQGH:LUWVFKDIWVQDFKULFKWHQSODWWIRUPDXI - bauen – Fernsehen, Digital, Events und Print aus einemGuss. Das Ganze unter der Marke CNBC, die in 372 Millionen Haus- haltenweltweit empfangenwird und damit GDV JUĆĕWH:LUWVFKDIWVQDFKULFKWHQQHW]ZHUN GHU:HOW LVW :LU OL]HQ]LHUHQ GLHVH0DUNH IĞU den deutschsprachigen Raum und bauen dafür eine eigenständige Medienoperation auf. Das war uns von Anfang an wichtig: kein Anhängsel eines bestehendenMedien- unternehmens zu sein, sondern ein Neu- aufbau, der vom ersten Tag an seine eigene DNA und Kultur hat. Das klingt nach einem umfassenden Projekt – mit entsprechendem Finan- zierungsbedarf. In den Medien kursier- ten Zahlen von 30 bis 50 Millionen Euro für die Startphase … NEFIC: Diese Zahl geht auf ein Gespräch zurück, das ich in Davos mit einem Schweizer Journalisten geführt habe. Er hat anschließend Branchenexperten kon- sultiert, und die kamen auf diese Größen- ordnung. Ich habe damals betont, dass wir nicht ins Detail gehen können – und das JLOW DXFK KHXWH :DV LFK VDJHQ NDQQ 'LH 797HFKQRORJLH LVW ZHVHQWOLFK Hȯ]LHQWHU geworden, vieles ist von der Hardware in GLH &ORXG JHZDQGHUW :LU NĆQQHQ GHXWOLFK kostengünstiger arbeiten als der traditionel- le Mitbewerb. ALEXANDER SCHÜTZ: Die genannte Größenordnung ist nicht weit von der Rea- lität entfernt. Und der Zeithorizont bis zur Gewinn- schwelle? RUSMIR NEFIC: :LU SODQHQ (QGH GHV dritten Jahres den Break-even zu erreichen. Das ist das Ziel. ALEXANDER SCHÜTZ: Und wenn es das fünfte Jahr wird, sind wir immer noch nicht am Ende. Die Lizenz läuft zehn -DKUH :LU KDEHQ HLQ HQWVSUHFKHQGHV 3ROVWHU eingeplant. Gewinnmargen bei reinen Nachrich- tensendern sind schwer zu ermitteln, weil man immer nur die Zahlen der Mutterkonzerne findet. Hier jedoch zwei exemplarische Zahlen zur Einord- nung: CNN kommt laut dem jüngsten SEC-Filing auf eine Marge von rund 30 Prozent. NTV lag laut Unternehmens- register 2022 bei etwa sechs Prozent. Wo sehen Sie sich? ALEXANDER SCHÜTZ: :LU VWUHEHQ Margen an, die deutlich näher an der ersten Zahl liegen. RUSMIR NEFIC: Und das ist realistisch. Bevor sichComcast aufspaltete, war CNBC, JHPHVVHQ DQ GHU 0DUJH GDV SURljWDEHOVWH 6HJPHQW GHV JHVDPWHQ .RQ]HUQV ł SURlj - tabler noch als CNN. Der Grund ist ein- fach: Ein allgemeiner Nachrichtensender braucht viele Reporterteams draußen im Feld, was enormen Aufwand bedeutet. Ein :LUWVFKDIWVQDFKULFKWHQNDQDO LVW OHW]WOLFK HLQ INTERVIEW Alexander Schütz und Rusmir Nefic | CNBC DACH 166 1/2026 | institutional-money.com » Die genannte Größen- ordnung ist nicht weit von der Realität entfernt. « Alexander Schütz, C-Quadrat-Gründer, Schütz Family Office, Investor CNBC DACH, zu den unten genannten initialen Investitionskosten von … Grafik: © Icons-Studio | Adobe Stock Startkapital: 30–50 Millionen Euro Anzahl der Partner: 3 Rusmir Nefic (CEO) Alexander Schütz (investiert via Family Office) Bernhard Lakatos (investiert via Family Office) €
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