Institutional Money, Ausgabe 3/2026

Foto: © yurolaitsalbert | Adobe Stock, LGIM STEUER & RECHT Verbriefungen – Solvenzkapital 248 3/2026 | institutional-money.com DieEuropäischeKommissionwill denVerbriefungsmarkt stärken. Daher hat sie den Legislativvorschlag für eine Verordnung zur Verbesserung der Verbriefungsrahmenwerke vorgelegt. Ein Aspekt daraus sind Kapitalerleichterungen für Investoren, die in Verbriefungen investieren. WUNSCH NACH MEHR VERBRIEFUNGEN MIT ALLER MACHT will die Europäische Kommission den europäischen Verbrie­ fungsmarkt stärken. Entsprechend hört man in den letzten Jahren immer wieder Sprecher der Kommission, die auf Fach­ konferenzen die positiven Aspekte von Verbriefungen hervorheben und institu­ tionelle Investoren ermuntern, stärker in Verbriefungen zu investieren. Ihren Legisla­ tivvorschlag für eine „Verordnung zur Verbesserung der Verbriefungsrahmenwerke“ hat die Kommission bereits am18. Juni 2025 vorgelegt, aber erst jetzt steht das Gesetzgebungsverfahren zur Verordnung über Verbriefungen und die Aufsicht über Verbriefungsstrukturen (COM[2023] 261 final) kurz vor dem Abschluss. EU-Regulierung will Verbriefungen fördern „Im Kern geht es bei der neuen Regulie­ rung um drei Dinge: weniger Bürokratie, eine risikogerechtere Kapitalunterlegung für Verbriefungen und eine stärkere Förde­ rung von STS-Verbriefungen“, sagt Miriam Uebel, stellvertretende Leiterin des ins­ titutionellen Geschäfts in Europa beim Asset Manager von Legal & General. Ihr Haus hat im Juni ein Whitepaper zu den Effekten der Reform auf Solvency II und den europäischen Kapitalmarkt veröffent­ licht. Demnach wird die größte Wirkung von der Reduzierung der Kapitalunterle­ gung ausgehen. „Wenn EU-Verbriefungen regulatorisch künftig entsprechend ihres Risikoprofils behandelt werden, werden sie deutlich attraktiver“, glaubt Uebel und beruhigt: „Und das wird sicher nicht die Finanzstabilität in Gefahr bringen.“ Uwe Siegmund, Chefvolkswirt der R+VVer­ sicherung, meint, dass bereits die aktuellen Regeln – richtig angewendet – eine risiko­ gerechte Betrachtung zulassen: „Solvency II gibt in der Säule 1 konkrete Regeln zur regulatorischen Risikomessung – auch bei Verbriefungen – vor und fordert zudem in der Säule 2 eine Prüfung der unternehmens­ individuellen Risiko- und Solvenzsituation. Wenn das ernst genommen wird, wer» Versicherer müssen künftig deutlich weniger Kapital zurückstellen, wenn sie in qualifizierte verbriefte Vermögenswerte investieren. « Miriam Uebel, stellvertretende Leiterin des institutionellen Geschäfts in Europa beim Asset Manager von Legal & General

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