Institutional Money, Ausgabe 2 | 2026

90 2/2026 | institutional-money.com PORTRÄT Marc Bauer zumindest nicht in der Lebens- oder der Sachversicherung“, sagt Bauer. „Für mich geht es vielmehr um die Vermeidung von Fehlern, dieamEndeErtragkosten“, erklärt er. „Ich muss mir immer genau überlegen, welches Risiko ich einkaufe, welche Chan- cen darin liegen, und vor allem auch, wo der Exit ist“, erklärt Bauer. „Es bringt mir ja nichts, wenn ich in eine Assetklasse investiere, dann passiert etwas, und ich weiß nicht mehr, wie ich rauskomme“, so GHUb([SHUWH „Schauen Sie mal, hier will die Wilhelma einneues Elefantenhaus bauen“, sagt Bauer undzeigt imRosensteinparkauf einegroße Wiese. „DerZoowill dafür sorgen, dass die Tiere künftig artgerechter leben“, berichtet HU Ľ,FK ljQGH HV JXW ZHQQ PDQ LKQHQ DXI diese Weise Respekt zollt“, sagt er. 5HVSHNW LVW HLQ %HJULȬ GHQQ 0DUF %DXHU häufig verwendet. Ein respektvoller Umgang mit den Kollegen ist ihm enorm wichtig. „Natürlich ist es gut, zum Bei- spiel inGremiumssitzungenübermögliche neue Assets oder Strategien heiß zu disku- tieren, es darf auchmal eineTür zugeknallt ZHUGHQĺ ljQGHW HU Ľ$EHU DXI GHU SHUVĆQ - lichen Ebene muss es immer respektvoll zugehen, man muss sich am nächsten Tag ohne Probleme in die Augen schauen kön- nen“, meint er. Auch den Kunden der SV Sparkassenver- sicherung bringt er viel Respekt entgegen. „Als Lebensversicherer sammelt man Gel- der von vielen Kleinsparern ein, die damit ihreAltersvorsorge aufbauen“, sagt er. „Das heißt, je besser wir in unserer Gruppe, in unserem Team arbeiten, desto besser steht die Altersvorsorge für diejenigen, die uns ihr Geld anvertrauen“, erklärt er. Daher habe seineArbeit einensehrhohensozialen $VSHNW Ľ8QG LFK ljQGH HV ]XWLHIVW EHIULHGL - gend, wenn man weiß, dass man für die Kunden etwas erreicht“, ergänzt er. DieSonne steht inzwischen schon tiefer. So langsamwird es Zeit, den Rückweg anzu- WUHWHQ Ľ0RUJHQZLUG HLQ VSDQQHQGHU 7DJĺ VDJW %DXHU SOĆW]OLFK :DUXP GDV" Ľ0HLQH beiden Töchter und mein Sohn machen alle Judo und sind richtig gut“, erzählt er. „Und meine Älteste kämpft morgen in der kasachischen Hauptstadt Astana für Deutschland“, berichtet Bauer stolz. Sie ist 20 Jahre alt, war bei den Junioren bereits 'HXWVFKH0HLVWHULQ (XURSDPHLVWHULQ XQG Vize-Europameisterin. „Aber seit diesem Jahr kämpft sie bei den Erwachsenen, das wird hart“, vermutet er. $OV GLH .LQGHU NOHLQ ZDUHQ KDWWHQ 0DUF Bauerund seineFraudarübernachgedacht, welche Sportart denn gut für den Nach- wuchswäre. „Wir sindauf Judogekommen, weil man dabei lernt, richtig zu fallen, es schult beideGehirnhälften, lehrtDisziplin, Fairness und ein hierarchisches Denken“, HUNOÌUW GHU ,QYHVWPHQWSURlj DOV HV GXUFK das steinerne Portal zurück auf die Straße geht. Und weil er als Papa nicht immer nur seinen Senf zu den Trainingsfort- oder -rückschrittenderKinder gebenwollte, hat er vor Jahren selbst mit Judo begonnen. „Erst wollte ich nicht, aber dann hat mich der Vater eines anderen Judo-Kindes dazu überredet, die Prüfungen zu absolvieren, mit denen man jeweils die nächste Leis- tungsstufe erreicht“, sagtBauer. Inzwischen ist er auf derhöchstenStufe angekommen– und im Besitz des schwarzen Gürtels. „Sehen Sie, da oben auf der Terrasse hat man jetzt auch schon die Sonnenschirme ]XVDPPHQJHNODSSWĺ VDJW 0DUF %DXHU wieder vor dem Haupteingang der SV Sparkassenversicherung angekommen. Schon will er die Hand zum Abschied ausstrecken, doch eine Frage muss noch sein: Welche Eigenschaften braucht ein VWDUNHU &UHGLW 0DQDJHU HLJHQWOLFK" „Gelassenheit“, sagt Bauer. „Davon bringe ich allerdings nicht allzu viel mit“, gibt er zu. Zudem sei es wichtig, das eigene Ego nie zu hoch zu hängen. „Denn das kann dazu führen, dass man sich verirrt und leicht Fehler macht“, glaubt er. Die Bereitschaft, die eigene Argumentations- kette zu verwerfen, wenn sie nicht mehr zu halten ist, sei ebenfalls wichtig. Und Diskussionsfreudigkeit. Ľ0DQ GDUI VLFK VWUHLWHQ ELV HV UDXFKW PDQ darf mit hochrotem Kopf aus einer Bespre- chung rauslaufen, aber all das muss stets auf einerfachlichenEbenebleiben“,mahntBauer. „EsgehtimmerumRespekt,dasistsehr,sehr ZLFKWLJĺ HUNOÌUW GHU ,QYHVWPHQWSURlj 'DQQ sagt er „AufWiedersehen, hatmich gefreut“ und verschwindet in der Eingangstür des Gebäudes in der Löwentorstraße 65. Und der laue Frühlingstag in Stuttgart neigt sich seinemEnde zu. ANDREA MARTENS ANDREA MARTENS ZAHLEN UND FAKTEN: SV SPARKASSENVERSICHERUNG STUTTGART Die SV Sparkassenversicherung Stuttgart (SV) bündelt das Versicherungsangebot der Sparkassen- Finanzgruppe in Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Teilen von Rheinland-Pfalz. Der Konzernsitz ist Stuttgart. NebenStuttgart ist dieSVmitNiederlassungen inErfurt, Karlsruhe, Kassel, Mannheim und Wiesbaden präsent. Der Versicherer bietet rund 5.000 Arbeitsplätze im Innen- und Außendienst. Pro Jahr werden konzernweit rund 100 Ausbildungs- und Studienplätze angeboten. Ein eigenes Trainee-Programm unterstützt Akademiker beim Einstieg ins Unternehmen.

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