Institutional Money, Ausgabe 2 | 2026
Foto: © Nomura AM 186 2/2026 | institutional-money.com PRODUKTE & STRATEGIEN Emerging Markets nationale Investoren in den vergangenen Jahren mit ihrer Performance und hink- ten beispielsweise in den vier Jahren von 2021 bis 2024 demMSCI World TR Index (gemessen in US-Dollar) zumTeil deutlich hinterher. Ein Grund für die jahrelange Underperformance von EM-Aktien war die Schwäche von Indexschwergewicht China, das unter anderemmit den Folgen der Corona-Pandemie und einem schwa- chen Immobilienmarkt kämpfen musste. Weitere Gründe für die jahrelange Underperformance waren zum einen zu niedrige Wachstumsraten aus Sicht west- licher Investoren, die in der Folge höhere Risikoprämien forderten. Hinzu kamen starke Gewinnverwässerungen pro Aktie aufgrund umfangreicher Eigenkapital- emissionen der Unternehmen und vor allemder „US-Exzeptionalismus“, begleitet von einem stärkeren US-Dollar und dyna- misch haussierenden US-Technologietiteln. Erst im Jahr 2025 verließen EM-Aktien das Tal der Tränen und lieferten in US-Dol- lar gemessen eine absolute Performance inklusive Dividenden in Höhe von 34,3 Prozent. Das sind rund 13 Prozentpunkte mehr als die Performance des MSCI World Index (21,7 %). Gründe dafür könnten ein aus Investorensicht mögliches respektive nahendes Ende des US-Exzeptionalismus und vor allem die Schwäche des US-Dol- lars im Jahr 2025 gewesen sein. Trotz der guten jüngsten Performance von EM-Aktien bleiben deren Portfolio- gewichtungen noch immer relativ niedrig, da letztes Jahr auch die meisten andern Aktiensegmente stiegen beziehungsweise GDV LQVWLWXWLRQHOOH 9HUWUDXHQ RȬHQEDU noch immer zögerlich ist. Greenback gibt den Weg vor Ein schwächerer US-Dollar gilt bei den PHLVWHQ 3URljDQOHJHUQ DOV GDV VWÌUNVWH Argument für höhere Kurse bei Aktien aus den Emerging Markets. „Wenn der US-Dollar schwächelt, steigen Emerging- Markets-Aktien“, erinnerte Ninety-One- Portfoliomanager Varun Laijawalla in seinem Workshop an eine in der Vergan- genheit oftmals beobachte Entwicklung. Laijawalla untermauerte dies vor den anwesenden Investoren mit einem Schau- bild. Dieses zeigt vereinfacht erklärt die langfristige Entwicklung des US-Dollars im Vergleich zur relativen Entwicklung von EM-Aktien zu OECD-Aktien (siehe *UDljN Ľ,QYHUVH .RUUHODWLRQĺ =XU 9HUGHXW - OLFKXQJ GHU RȬHQEDU JURĕHQ %HGHXWXQJ dieser Korrelation: Vergleichbare Schau- bilder zeigten am 17. Institutional Money Inverse Korrelation Ein schwächerer US-Dollar stärkt EM-Aktien. Wenn der US-Dollar in der Vergangenheit ein Mehrjahreshoch markierte und wieder zu sinken begann, stiegen etwas zeitversetzt die Kurse von EM-Aktien stärker als jene von OECD-Aktien. Denn durch einen schwächeren Greenback sinken die Importpreise, der Inflationsdruck lässt nach, und Zinssenkungen werden möglich. Das sorgt oftmals für einen Boom in den Schwellenländern. Quelle: Ninety One, Factset » Der US-Dollar steht vor strukturellen Herausforderungen: massive Staatsschulden, hohes Fiskal- und Handelsdefizit, Unsicherheit über die Unabhängigkeit der Fed sowie eine wachsende De-Dollarisierung. « Min Feng, Senior Client Portfolio Manager Asian Equities, Nomura AM 70 80 90 100 110 120 130 60 0,1 0,2 0,3 0,4 0,5 0,6 0,7 0,8 0,9 1,0 0,0 1988 1990 1992 1994 1996 1998 2000 2002 2004 2008 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024 2025 handelsgewichteter Wechselkurs des US-Dollars (linke Y-Achse) Aktien aus Emerging Markets im Vergleich zu Aktien aus Industrieländern (rechte Y-Achse)
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