Institutional Money, Ausgabe 2 | 2026

NACHRICHTEN & NAMEN Foto: © Magali Delporte I Amundi, Christoph Hemmerich 18 2/2026 | institutional-money.com Mobilisierung von Milliarden Instis zwischen Boom and Bust AMUNDI, EBWE, EIB, KFW INVESTORENUMFRAGE DER DWS Amundi wird als Asset Manager des Ende April in Brüssel aufgelegten Fonds Global Green Bond Initiative (GGBI) fungieren. Der Public-Private-Fonds soll als Ankerinvestor bei Erstemissionen vonGreen Bonds fungieren und dazu beitragen, zusätzli- che private Investitionen zur Finanzierung von Klima- und Umweltpro- jekten zu stimulieren. Das Vehikel hat ein Zielvolumen von bis zu drei Milliarden Euro. Fast eine Milliarde Euro soll von multilateralen und europäischen Entwicklungsbanken kommen, und bis zu zwei Milliarden Euro werden von privaten Investoren erwartet. Die Global Green Bond Initiative ist eine von Europa angeführte Koalition, die privates institutionelles Kapital für Klima- und Umweltpro- jekte in Partnerländern der EU mobilisieren möchte.Der Schwerpunkt liegt hierbei insbesondere auf Schwellen- und Ent- wicklungsländern. Die GGBI ist ihrerseits eine Leitinitiative der „Global Gateway“-Strategie der EU. Dem GGBI-Konsortium gehö- ren namhafte Investoren wie die Europäische Investitionsbank (EIB), die Europäische Bank für Wieder- aufbau und Entwicklung (EBWE) oder die deutsche KfW an. INFO: amundi.com Laut der jüngst von Economist Impact im Auftrag der DWS erstell- ten Studie „Exuberance and exposure: Institutio- nal investors and the AI boom“ scheint der KI- Investmentzyklus leichte mentale Dissonanzen bei Investoren auszulösen. Über 70 Prozent der 300 im ersten Quartal dieses Jahres befragten Institu- tionellen geben an, dass Momentum-Faktoren wie die starke Aktienmarktperformance oder die extreme Renditekonzen- tration auf wenige dominante Firmen ihre Allokation antrei- ben. Aber nur rund die Hälfte der Befragten sieht die wirtschaftli- chen Fundamentaldaten wie etwa langfristige Pro- duktivitätsgewinne als primären Treiber. Dies sei laut Studie ein klassi- sches Warnsignal für eine Überhitzung. Besonders brisant sei die Diskrepanz zwischen Erwartungshaltung und Verlusttragfähigkeit. Fast 80 Prozent der Befragten halten eine Korrektur bei KI-Aktien vonmindestens 20Prozent indennächsten18Mona- ten für wahrscheinlich. Gleichzeitig erklärt jedoch weniger als ein Pro- zent der Investoren, einen derartigen Drawdown ohne substanzielle Schä- den überstehen zu können. INFO: dws.de Valérie Baudson, CEO von Amundi: „Die Mobilisie- rung von Kapital ist entscheidend, umeine stärkere Beteiligung der Schwellenländer an der Energiewende zu ermöglichen.“ Simon Klein, DWS: „Die Ergebnisse machen deutlich, dass Institutionelle langfristig vom KI-Potenzial über- zeugt sind, jedoch kurzfristige Unsicher- heiten bestehen.“ Humane Kompetenz Während die einen versuchen, ihre KI-Agenten an den Mann – oder an die Frau – zu bringen, realisieren die anderen, dass KI- BotseineFehlerquotevon60bis 80 Prozent aufweisen. Das soll nicht heißen, dass die diversen ProgrammealsunterstützendeWerkzeugekeinen Nutzen haben; sich blind auf sie zu verlassen, geht aber irgendwann ins Auge. Zeitlich korrelierend mit dem Aufkommen von KI-Bots beobachten wir eine Schwemme an wissenschaftlicher Arbeit, die das Prädikat „Substandard” verdient. Als Antwort haben wir mit Marko Gränitz das neue Format „Studien, die die Welt nicht braucht“ entwickelt. Unser Ansinnen ist es, einen Finger in die offene Wunde zu legen und dazu beizutragen, dass KI nichtalsMenschenersatzmissverstandenwirdund dementsprechendscheiternmuss, sondernsoein- gesetztwird, dasssiedieHumaneKompetenz (HK) unterstütztunddermenschlichenWirtschafteinen tatsächlichen Mehrwert liefert. Apropos Humane Kompetenz: Unser zweites Pre- mierenformatnennenwir „Leuchtturmanalysen“ . DieInstitutionalMoneyLegenden Editor-at-Large Hans Heuser und Chief Consultant Kurt Becker nehmen sich ab dieser Ausgabe jeweils eines besonders brisanten Themas an. Diesmal drehen sichderenEinordnungenumPrivateCreditundden „ganz normalen Regulierungswahnsinn“. Ein bewährtes Format feiert zwar keine Premiere, kommt aber zum ersten Mal in der Relaunch-Ära vonInstitutionalMoneyvor: „DasGroßeInstitutio- nal Money Ranking“ . Kollege Anton Altendorfer hat, akribischwie immer, erhoben,was sichbei den größten Asset Managern der Welt tut. Wer steigt auf, wer steigt ab? Und aus welchen Gründen? Schlussendlich wäre da natürlich noch das Cover- Interview . Burkhard Balz , Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, teilt Einsichten über Potenzial und Grenzen des digitalen Euro. UnddasBeste:Eshandeltsichhierbeinurumeinige wenige Höhepunkte der aktuellen Ausgabe ... Viel Freude beim Entdecken der anderen Themen, Ihr Hans Weitmayr Chefredakteur EDITORIAL

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