Institutional Money, Ausgabe 2 | 2026
Fotos: © Saibarakova Ilona I Adobe Stock, Christoph Hemmerich | Kenfo NACHRICHTEN & NAMEN 16 2/2026 | institutional-money.com Der Kenfo hat seine Selbst- beschränkungen für Invest- ments in Aktien und Anlei- KHQ YRQ 5ĞVWXQJVljUPHQ YRU Kurzem aufgegeben. „Wir halten Rüstung weiter für nicht nachhaltig, aber sie ist aufgrund einer veränder- ten Sicherheitslage notwen- dig geworden“, sagt Vor- VWDQGVFKHljQ $QMD 0LNXV „Deutschland kann nicht seine Rüstungsausgaben hochfahren, und wir als deutscher Staats- fonds verweigern uns dem Thema.“ Gewisse Beschränkungen EOHLEHQ MHGRFK 'HU .HQIR beziehungsweise die manda- tierten Fondsmanager dürfen nur Aktien und Anleihen von Firmen aus der EU sowie aus Großbritannien, Norwe- gen und der Schweiz kaufen. Das hat auch mit gewissen 0LQGHVWVWDQGDUGV EHL GHQ Ausfuhrkontrollen zu tun. Darüber hinaus bleiben wei- terhin Investments in Firmen, GLH NRQWURYHUVH :DȬHQ ZLH etwa Streubomben herstellen, weiterhin verboten. „Ich gehe GDYRQ DXV GDVV ZLU ELV 0LWWH des Jahres ein höheres Exposure gegenüber Rüstung aufgebaut haben werden“, prognostiziert 0LNXV Externe Expertise Wie hoch und wie schnell die Rüstungsinvestments tatsächlich erfolgen wer- GHQ KÌQJW ODXW 0LNXV DXFK von den mandatierten exter- QHQ 0DQDJHUQ DE Ľ6LH entscheiden, ob Investitionen in Rüstung aus Renditegesichtspunk- ten Sinn machen. Beispielsweise VLQG MD YLHOH $NWLHQNXUVH LP 9HU - teidigungssektor auf extrem hohen Bewertungsniveaus.“ Die vorsichtige Einschätzung der Vorstandsvorsitzenden, die Ende des Jahres aus ihrem Amt schei- det, scheinen nicht unangebracht, denn der Ausblick auf den Sektor ist durchaus widersprüchlich. Zwar KDEHQ GLH JOREDOHQ 0LOLWÌUDXVJD - ben 2025 erneut ein Rekordniveau erreicht. Dennoch zeigt sich in den 86$ NXU]IULVWLJ HLQH JHJHQOÌXljJH Entwicklung. Laut dem Friedens- forschungsinstitut SIPRI sind die US-Verteidigungsausgaben im ver- gangenen Jahr zurückgegangen, insbesondere aufgrund ausbleiben- GHU 0LOLWÌUKLOIHQ IĞU GLH 8NUDLQH Gleichzeitig haben die USA mit XPJHUHFKQHW NQDSS 0LOOLDU - den Euro weiterhin mit Abstand das größte Verteidigungsbudget weltweit und bereits angekündigte Budgeterhöhungen deuten darauf hin, „dass dieser Rückgang nur temporärer Natur sein dürfte“, wie es von Seiten des ETP-Emitten- WHQ /HYHUDJH 6KDUHV KHLĕW 8QG Ein mögliches Ende geopolitischer Spannungen „würde vor allemden Bewertungsaufschlag im Sektor reduzieren. Die Nachfrage nach taktischen Rüstungsgütern wie 3$& $EIDQJUDNHWHQ )HVWVWRȬUD - ketenmotoren oder Precision Strike 0LVVLOHV NĆQQWH VLFK YHUODQJVDPHQ und die geopolitische Risikoprämie würde sinken. Die grundlegende ,QYHVWPHQWWKHVH EOLHEH MHGRFK EHVWHKHQ GHQQ 'LH VWHLJHQGHQ 9HU - teidigungsausgaben sind Ausdruck einer multipolaren Weltordnung XQG QLFKW DXI HLQ]HOQH .RQijLNWH beschränkt.“ INFO: kenfo.de Rüstung: Das Ende eines Tabus STAATSFONDS KENFO Anja Mikus, Kenfo: „Ich gehe davon aus, dass wir bis Mitte des Jahres ein höheres Expo- sure gegenüber Rüstung aufgebaut haben werden.“
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