Institutional Money, Ausgabe 1 | 2026

246 1/2026 | institutional-money.com PRODUKTE & STRATEGIEN Wohnimmobilien Foto: © GeoBasis-DE/BKG 2025 skeptisch. Bruch von der DGfMdämpft die (UZDUWXQJHQ Ľ'DV 3RWHQ]LDO ZLUG KÌXljJ überschätzt, da nicht gesehenwird, dass Vor- fertigung, Bauenmit großformatigenMauer- steinen und Planung nach Steinmaß schon lange Alltag auf den Baustellen sind.“ Eine Baukostenuntersuchung in Hamburg habe sogar ergeben, dass konventionell gebaute Gebäude günstiger sind, wenn sie dieselben %HGLQJXQJHQ YRUljQGHQ GLH VHULHOOHU :RK - nungsbau braucht. BPD-Chef Heinzmann sieht das Kosten- potenzial, verweist aber darauf, dass struk- turelle Voraussetzungen erfüllt seinmüssen: „Serielle Planung erfordert Typengenehmi- gungen, angepasste Landesbauordnungen und strategische Partnerschaftenmit System- herstellern. Zudem müssen Konzepte und Bebauungspläne der Kommunen den Ein- satz von modularem und seriellem Bauen auch ermöglichen.“ Berater Adami erwar- tet dennoch, dass der derzeitigeMarktanteil von rund acht Prozent perspektivisch auf 20 bis 25 Prozent steigen könnte, sofern große %DXijÌFKHQ XQG YRUDXVVFKDXHQGH %DXOHLW - planung verfügbar werden. Beide sind der- zeit allerdings knappe Güter. Auch leistbar ist teuer /HLVWEDUHV :RKQHQ LQ GHXWVFKHQ %DOOXQJV - zentren ist möglich. Aber es ist weder poli- WLVFK QRFK ljVNDOLVFK XPVRQVW ]X KDEHQ %UXFK IRUPXOLHUW GLUHNW Ľ:LU KDEHQ LQ Deutschland einQuantitäts- und keinQua- litätsproblem. Unsere Neubauwohnungen sind toll, aber zu wenige.“ Mehr Geld allein reicht nicht, solange Baukosten schneller steigen als Fördermittel. Und eine ideolo- gisch konsistente Bodenpolitik kann, wie Hamburg zeigt, an der Realität privater Investoren scheitern. Die jüngsten politi- schen Initiativen sind aber Schritte in die richtige Richtung. Ob sie ausreichen, hängt davon ab, ob die Koalition den Mietrechts- streit so löst, dass am Ende mehr investiert und mehr gebaut wird und nicht weniger. 'LH $ULWKPHWLN GHV:RKQXQJVEDXV LVW NRP - promisslos. Es braucht daher keine revolu- WLRQÌUHQ (LQJULȬH VRQGHUQ ZLH HV &UHSXOMD formuliert, strukturelle Vernunft, konse- quenteUmsetzung und das Zusammenspiel DOOHUb$NWHXUH ALEXANDER ENDLWEBER Überhitzte Ballungszentren Viele Wohnungsmärkte in Deutschland sind angespannt – zu wenige Baufertigstellungen ver- schärfen die Situation, weil viele Menschen nach dem Zinsanstieg lieber mieten statt kaufen. Mit derWohnwetterkarte stellender Projektentwickler BPDunddasBeratungs- undAnalyseunterneh- menBulwiengesaanhandeines Temperaturgefällesmit 25FarbtönendasVerhältnis vonAngebot und Nachfrage für jede der rund 11.000deutschenStädte undGemeindendar. EinheißerWohnungsmarkt zeichnet sich durch eine hohe Nachfrage (Indikator 1) und ein zu geringes Bauvolumen im Vergleich zur Nachfrage (Indikator 2) aus. Laut BPD und Bulwiengesa müssen jedes Jahr rund 440.000Woh- nungen errichtet werden, umdenBedarf zu decken. ImVergleich zumJahr 2024 zeigt die hier darge- stellteWetterkarte 2025, dass die großen Städtewieder heißer sind als ihr Umland. Das gilt nicht nur für Berlin, Hamburg und München, sondern auch für kleinere Großstädte wie Münster, Mainz, Darm- stadt, Heidelberg, Karlsruhe und Freiburg. Quelle: BPD, Bulwiengesa Kalt GemeindefreieGebiete / GemeindenmitGebietsreformen Überhitzt 0 25 50 km

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