Institutional Money, Ausgabe 1 | 2026

194 1/2026 | institutional-money.com PRODUKTE & STRATEGIEN Risikomanagement wie „Investieren in dynamischeMulti-Asset- Fonds“ (44%) und „aktive Fonds“ (4%) (sie- he Grafik „Implementierung“). Geeignete Instrumente Die Studienersteller „zoomten“ aus Alloka- tionssicht eine Betrachtungsebene tiefer in die Portfolios und fragten nach, was sie als am „zugänglichsten“ für eine Dynamische Asset Allocation erachten. Die Investoren konnten dabei aus den drei übergeordneten Clustern „Entwickelte Märkte“, „Emerging Markets“ und „Alternative Investments“ wählen. Innerhalb des Clusters „Entwickel- te Märkte“ entschieden sich 53 Prozent der Investoren für „aktiv gemanagte Aktien“, 42 Prozent für „Aktien passiv“ und 32 Pro- zent für „aktiv gemanagte Anleihen“. Im Cluster „Emerging Markets“ führen „aktiv gemanagte Anleihen“ mit 39 Prozent der Nennungen vor „aktiv gemanagtenAktien“ mit 37 Prozent und „Anleihen passiv“ mit 27 Prozent. Als Drittes wurde von Create-Research nach Zugängen im Bereich der „Alterna- tive Investments“ gefragt. Hier waren die Zustimmungswerte im Vergleich zu den klassischen Assetklassen relativ niedrig, wobei „Private-Market-Secondary-Fonds“ (24%) und Hedgefonds (19%) auf Platz eins und zwei liegen. Diese relativ nied- rigen Werte sind plausibel, da Alternative Investments vielfach langfristige Buy-and- Hold-Strategien erfordern, die einer Dyna- mischen Asset Allocation entgegenstehen. Zwei Segmente, die aufgrund ihrer hohen Marktliquidität jederzeit handelbar sind und damit für eine Dynamische Asset Allocation gut geeignet wären, werden hingegen kaum eingesetzt: „zyklische Roh- VWRȬHĺ ] % ŸO RGHU ,QGXVWULHPHWDOOH ]X 18 Prozent und „Gold“ zu 14 Prozent. Erklärbar ist das mit regulatorischen Ein- schränkungen, beispielsweise die Anlage- verordnung oder das VAG in Deutschland. Auf dem Prüfstand Die Frage, ob Investoren über eine Dyna- mische Asset Allocation „resilientere“ 3RUWIROLRV HUKDOWHQ KDEHQ HUJDE HLQ GLȬH - renziertes Ergebnis. 14 Prozent der Inves- toren entschieden sich für die Antwort- möglichkeit „in großem Ausmaß“, 49 Prozent für „in gewissem Ausmaß“ und 37 Prozent für „gar nicht“. Die Folgefra- ge eruierte, inwieweit die Dynamische Asset Allocation die „Erwartungen der Investoren erfüllt hat“. Auch hier zeigten sich in Summe 37 Prozent der Befragten enttäuscht. Bei 42 Prozent wurden die (UZDUWXQJHQ ĽJHQDX JHWURȬHQĺ EHL Prozent in Summe „übererfüllt“. Warum ein Teil der Investoren nicht ganz zufrie- den ist, erörtert die Studie leider nicht. Ein möglicher Grund für diese Unzufrieden- KHLW ZÌUHQ Ľ:KLSVDZ (ȬHNWHĺ DOVR )HKO - signale in volatilen Seitwärtsmärkten. Die Studienautoren lassen stattdessen einen Investor zu Wort kommen, der von der '\QDPLVFKHQ $VVHW $OORFDWLRQ SURljWLHUW hat: „Bislang hat das dynamische Inves- tieren unser Vermögen vor zwei erheb- lichen Markteinbrüchen geschützt, die durch die Zinserhöhungen von 2021 bis 2023 und die Konjunkturabschwächung verursacht wurden.“ Erfolgsfaktoren Investoren, die keine resilienteren Portfolios erhielten oder deren Erwartungen nicht erfüllt wurden, könnte die nächste Studien- frage sehr interessieren. Denn jene Inves- toren, die über die Dynamische Asset All- ocation tatsächlich resilientere Portfolios erhielten, wurden in einer „Extrarunde“ nach den zugrunde liegenden Erfolgsfak- toren befragt. Was das übergeordnete Kri- terium „Organisatorischer Rahmen“ („Plan Governance“) anbelangt, führten 62 Prozent der Befragten „Eine agile Struktur, die Voll- zeit-Führungskräfte unterstützt“, an. Knapp dahinter mit 59 Prozent liegt der Erfolgsfak- tor „Klarer Rahmen für die Anlagepolitik“. Was das übergeordnete Kriterium „Invest- mentexpertise“ anbelangt, nannten 59 Pro- zent der Investoren „Zugang zu den besten Asset Managern“ und 58 Prozent „Ein gro- ßer Pool anTalentenunter denFachkräften“. Weitere Erfolgsfaktoren können Sie der Gra- ljN Ľ(UIROJVIDNWRUHQĺ HQWQHKPHQ Das Fazit der Erhebung ist deutlich: Dyna- mik ist kein Selbstzweck. Sie erfordert eine Governance, die schnell genug ist, um Signale von Rauschen zu trennen, ohne die langfristigen Ziele der SAA komplett über Bord zu werfen. ANTON ALTENDORFER Erfolgsfaktoren Für eine erfolgreiche Dynamische Asset Allocation bedarf es mehrerer Faktoren. Pensionsfonds, die die über die Dynamische Asset Allocation resilientere Portfolios erhielten, nann- tenmehrere Gründe für diesen Erfolg. Dazu zählen „Eine agile Struktur, die Vollzeit-Führungskräfte unterstützt“ mit 62 Prozent der Nennungen. Dahinter befindet sichmit 59 Prozent der Erfolgsfak- tor „Klarer Rahmen für die Anlagepolitik“. Betreffend die „Investmentexpertise“ ist für 59 Prozent der Investoren „Zugang zu den besten Asset Managern“ und für 58 Prozent „Ein großer Pool an Talenten unter den Fachkräften“ entscheidend. Quelle: Studie Wenn Ihre Ergebnisse gleichwertig oder besser waren, was waren die wichtigsten Erfolgsfaktoren? Prozent der Befragten Eine agile Struktur, die Vollzeit-Führungskräfte unterstützt Klarer Rahmen für die Anlagepolitik Fundierte Fachkenntnisse im Vorstand und im Investitionsausschuss Starker Vertrag mit Ihrem Plan-Sponsor Investmentexpertise Plan Governance Zugang zu den besten Asset Managern Ein großer Pool an Talenten unter den Fachkräften Robuster Risikomanagement-Rahmen Zugang zu hochentwickelten Instrumenten und Derivatemärkten Spezial-Kompetenzen im Liquiditätsmanagement Unabhängig geprüfte Performance-Attributionsanalyse 62 59 52 36 59 58 54 48 45 41

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