Institutional Money, Ausgabe 1 | 2026

100 1/2026 | institutional-money.com THEORIE & PRAXIS Natixis Institutional Survey schen Allokationsentscheidungen mani- festieren – also in welche Rentensegmen- te Institutionelle zukünftig ihre Gelder bevorzugt investieren wollen –, zeigt die Tabelle „Aussichtsreiche Anleihen“. Alternativen gefragt Obgleich traditionelle Assetklassen wie Aktien und Anleihen – oftmals im Ver- hältnis 60:40 umgesetzt – institutionelle Portfolios weiterhin dominieren, gewin- nen alternative Assets aufgrund von Vor- teilen wie attraktiven Renditen und nied- rigen Korrelationen zu den Hauptmärkten LQ 3URljSRUWIROLRV LPPHU VWÌUNHU DQ %HGHX - tung und damit an Gewichtung. Das hat Folgen, vor allem was die zukünf- tige Rentengewichtung anbelangt: Laut Umfrage glauben mittlerweile schon fast zwei Drittel der Investoren (65%), dass ein 60:20:20-Portfolio (mit 20-prozentiger Gewichtung von alternativen Assets, insbe- sondere mit hohen Private-Debt-Gewich- WXQJHQ ]XODVWHQ YRQ %RQGV HLQ WUDGLWLR - nelles 60:40-Portfolio outperformt. Alternative Assets sind laut Studie eine breite Spielweise mit unterschiedlich gewichteten Teilsegmenten: Die Top-Drei- Gewichtungen innerhalb der alternativen Assets haben Private Equity (31%), Private Credit (17%) und Immobilien (16%). Diese Segmente werden wohl auch zukünftig eine hohe Gewichtung haben, wie die YRQ GHQ ,QYHVWRUHQ JHSODQWHQ *HOGijĞV - se zeigen: Nutznießer sind insbesondere Private Equity (39%), Infrastruktur (38%), Private Credit/Debt (35%) und Immo- bilien (27%). 'HU %RRP EHL DOWHUQDWLYHQ $VVHWV KDW DEHU auch Schattenseiten und führt bei Inves- toren zur Sorge vor „Overcrowding“. Dies HUDFKWHQ GLH %HIUDJWHQ DOV GLH JUĆĕWH +HU - ausforderung bei ihren alternativen Invest- PHQWV 3UR]HQW GHU %HIUDJWHQ EHIĞUFK - ten, dass es aufgrund der zunehmenden %HOLHEWKHLW SULYDWHU ,QYHVWLWLRQHQ VFKZLH - ULJ ZLUG &KDQFHQ ]X ljQGHQ $OV 5HDN - tion darauf erklärten 72 Prozent, dass VLH DXIJUXQG YRQ %HGHQNHQ KLQVLFKWOLFK der Qualität der Transaktionen ihre Due 'LOLJHQFHbLQWHQVLYLHUHQ Steigende Akzeptanz 0HKU XQG PHKU 3URljDQOHJHU IUHXQGHQ sich mit Kryptowährungen an. 33 Pro- zent der Institutionen geben mittlerwei- le an, über ihre Institution im Jahr 2025 in Kryptowährungen investiert gewesen zu sein. Das ist ein hoher Anstieg gegen- über 18 Prozent im Jahr 2024. Diejenigen, die diesen Schritt gewagt haben, schei- nen im Allgemeinen zufrieden zu sein: 94 Prozent planen, ihre Allokationen entwe- GHU EHL]XEHKDOWHQ RGHU ]X HUKĆKHQ (36%). Das ist leicht umzusetzen, wenn man sich die derzeit doch niedrige und noch ausbaufähige Gewichtung von Kryp- towährungen innerhalb der Alternative- ,QYHVWPHQW7DQJHQWH LQ +ĆKH YRQ GXUFK - schnittlich zwei Prozent vor Augen führt. Ein skurriles Detail am Rande, das auf eine kleine (kognitive) Dissonanz hin- GHXWHQ NĆQQWH :ÌKUHQG VLFK ,QYHVWRUHQ PLW LKUHQ EHUXijLFK DQYHUWUDXWHQ *HOGHUQ bei Kryptowährungen tendenziell noch zurückhalten, haben bereits 41 Prozent der 3URljDQOHJHU .U\SWRZÌKUXQJHQ LQ LKUHQ privaten Portfolios. Zugleich vertreten sie aber zu 70 Prozent die Meinung, dass Kryptowährungen aufgrund des speku- lativen Charakters für Privatanleger nicht geeignet seien. Trotz der mannigfaltigen Risiken – von geopolitischen Verwerfungen bis hin zur ., (XSKRULH ł EOLFNHQ GLH %HIUDJWHQ PLW bemerkenswerter Zuversicht nach vorn. Ihrer strategischen Asset Allocation trauen sie für 2026 eine Rendite von 8,3 Prozent zu, langfristig sogar 8,5 Prozent pro Jahr. (V VFKHLQW DOV VHW]WHQ GLH 3URljV GDUDXI GDVV Mut und aktives Risikomanagement am Ende mit entsprechenden Risikoprämien belohnt werden. Das Fazit der Studie bleibt eindeutig: Der Tanz imDunkeln wird fort- gesetzt – doch die Schritte der Institutio- nellenwirken imJahr 2026 präziser und ent- schlossener denn je. Aussichtsreiche Anleihen Diese Rentensegmente erhalten neue Gelder. Im Bereich Renten planen Investoren global betrachtet (37%), ihre Gelder bevorzugt in Corporate Bonds (IG-Unternehmensanleihen) zu allokieren. Auf Platz zwei liegen interessanterweise Green Bonds, für die sich 48 Prozent aller lateinamerikanischen Investoren erwärmen. Auf weniger Inter- esse stoßen bei Investoren weltweit Staatsanleihen. Das könnte daran liegen, dass diese Papiere aus historischen Gründen bereits stark in den Port- folios vertreten und weitere Aufstockungen nicht mehr erwünscht sind. Quelle: Studie 1 EMEA = Europa, Mittlerer Osten und Afrika ANTON ALTENDORFER Global Asien-Pazifik EMEA 1 UK Lateinamerika Nordamerika Staatsanleihen 23 % 35 % 19 % 28 % 30 % 15 % Verbriefte Schuldtitel 20 % 23 % 14 % 20 % 24 % 31 % Corporate Bonds 37 % 39 % 38 % 36 % 47 % 30 % High Yield Bonds 27 % 31 % 24 % 20% 44 % 29 % Emerging Market Debt 28 % 31 % 26 % 26 % 31 % 28 % Green Bonds 31 % 36 % 31 % 33 % 48 % 10 %

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