Institutional Money, Ausgabe 1 | 2026

DIE LETZTE SEITE Gemischtes & Skurriles Anleger, die abseits klassischer Börsenplätze und Investments aktiv seinwollen, könnten auf Wettplattformen wie Polymarket ihr Glück versuchen. Angesichts des Osterfestes rückt beispielsweise dieWette in den Fokus, dass Jesus vor 2027 zurückkehren wird. Polymarket bietet Interessierten ein klas- VLVFKHV .XUVljQGXQJVYHUIDKUHQ PLW WUDQV - parentemOrderbuch, um für die Kontrak- te Kauf- oder Verkaufsorders zu platzieren. Das Interesse ist groß: Seit Start imNovem- ber 2025 bisMitteMärz 2026wurdenmehr als 40 Millionen US-Dollar getradet. Die Kurse für ein „Ja“ schwankten zwischen zwei und vier Cent auf den Dollar. Falls Jesus 2026 zurückkehrt, wird ein US-Dol- lar pro Kontrakt ausgezahlt. Falls nein, ver- fällt der Kontrakt wertlos. Für Skeptiker sind auch Short-Wetten möglich… Während der Pandemie hatten Banken bei der Rekrutierung von Talenten begonnen, virtuelle Interviews undOnlinetests zu nut- zen. Das beschleunigte den Prozess, ermög- lichte Bewerbern jedoch die KI-Nutzung, um ihre Chancen zu erhöhen. Nun ergrei- fen viele Institute Maßnahmen dagegen. So werden mittlerweile Programme ein- gesetzt, die bei Onlinetests etwa das „Tab- Wechseln“ über die Computertastatur oder zu lange Antwortzeiten feststellen. DesWei- teren müssen Bewerber „Ehrlichkeitserklä- rungen“ abgeben, in denen sie zusichern müssen, keine KI zu verwenden. Denn die Finanzbranche will vor allem Talente, die hohes Fachwissen mit kriti- schem Denkvermögen kombinieren kön- nen – also jene Fähigkeiten, die nötig sind, um KI sinnvoll einzusetzen. Denn wenn die KI etwas Falsches liefert, müssen die jungen Professionals dies in ihrem späte- ren Berufsalltag sofort erkennen können. 1 Die Besten kopieren: Fonds übertrifft MSCI World um das Dreifache 2 Versorgungswerk zieht wegen Milliardenverlustes vor Gericht 3 BlackRock: Diese fünf Megatrends prägen das Anlagejahr 2026 4 Bayerische Versorgungskammer: Immobilienverluste offenbar doch höher 5 Milliardenschweres Versorgungswerk unter Druck 6 Silberpreis erreicht neuen Rekordstand: 150 US-Dollar neue Zielmarke 7 Deutsche Bank und DWS gewinnen prestigeträchtiges Milliardenmandat 8 Goldpreis bei mindestens 15.000 US-Dollar? Terminmarktwetten sagen Ja 9 So wird das Börsenjahr 2026, geht es nach Peter E. Huber 10 Investor: Ich habe geweint, als ich Nvidia-Aktien verkauft habe Wiederkunft würde sich rechnen KI-Einsatz verpönt WETTEN AUF JESUS CHRISTUS FINANZBRANCHE WILL NUR DIE BESTEN Die meistgelesenen Institutional Money Online-News 274 1/2026 | institutional-money.com Die Harvard-Studie „Mimicking Finance“ zeigt, dass ein neuronales Netz 71 Prozent der Handelsent- scheidungen aktiver Fondsmana- ger vorhersagen kann. Das bedeu- tet aber nicht, dass KI die Märkte entschlüsselt hat. Vielmehr scheint sie einen Großteil des branchenüb- lichen „Playbooks“ gelernt zuhaben – also wie Manager in der Regel auf Mittelzuflüsse, Markttrends undMit- bewerber reagieren. Einige dieser vorhersehbaren Kauf- undVerkaufsentscheidungen erfüll- ten wichtige Funktionen, etwa das Liquiditätsmanagement, die Risiko- steuerung oder die Neugewichtung von Portfolios, so Lauren Cohen, Finanzprofessor inHarvard undMit- autor der Studie. Wenn jedoch der Großteil dieser Aktivitäten regelba- siert sei, werde es für Fondsanbieter schwieriger zu argumentieren, dass dafür üppige Verwaltungsgebühren erforderlich seien. Entscheidend und nicht von der KI prognostizierbar sind die verblei- benden 29 Prozent der Trades. Hier zeigt sich der menschliche Einfalls- reichtum respektive der „Genius“, etwa das Antizipieren zukünftiger Marktbewegungen oder das Fin- den einer unentdeckten „Perle“, die von anderen Investoren übersehen wurde. Hier lieferten die Fondsma- nager imDurchschnitt eine Outper- formance und rechtfertigen damit ihre Kosten. BERECHENBARKEIT Fotos: © elenabsl | Adobe Stock, Dina Photo Stories | Adobe Stock KI prognostiziert Fondstransaktionen Newsletter abonnieren: institutional-money.com/newsletter Quelle: www.institutional-money.com Diese Themen haben die Leser seit der letzten Ausgabe auf institutional-money.com ammeisten interessiert:

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