Institutional Money, Ausgabe 1 | 2026
172 1/2026 | institutional-money.com INTERVIEW Alexander Schütz und Rusmir Nefic | CNBC DACH nen jederzeit fünf Live-Fenster von unseren 6WXGLRV JOHLFK]HLWLJ ĆȬQHQ XQG ]XVÌW]OLFK jedes CNBC-Studio weltweit einbinden. Wenn also ein Interview in Singapur oder NewYork relevant ist, schalten wir es dazu. Der geplante Start liegt im ersten Quartal des kommenden Jahres. Das klingt extrem ambitioniert? RUSMIR NEFIC: Das ist es, keine Frage. Es sind nur zwölf bis 14 Monate Entwick- lungszeit, auf mehreren Ebenen gleichzei- tig: TV-Technologie, digitale Infrastruktur, redaktioneller Aufbau. Wir sind bereits in IRUWJHVFKULWWHQHQ *HVSUÌFKHQ PLW XQVHUHQ Technologiepartnern. Das Entscheidende ist: Alle Plattformen, die ich bisher aufge- baut habe, wurdenmit denselben Partnern und derselben Technologie realisiert. Nicht XQZLFKWLJ ZDU GDVV ZLU $QIDQJ 0ÌU] GDV wettbewerbstechnische Go der DACH-Auf- sichtsbehörden erhalten haben. Die DACH-Region ist aber deutlich größer als die Märkte, in denen Sie Ihre Erfahrungen gesammelt haben … RUSMIR NEFIC: Das stimmt. Dass wir von null aus aufbauen, ist aber kein Nach- teil, sondern ein Vorteil – und zwar auf mehreren Ebenen. Erstens haben wir keine veraltete Technologie, die wir vor uns her- tragen müssen. Vieles in der Medientech- nik ist in den vergangenen Jahren von der Hardware in die Cloud gewandert. Wenn man ein bestehendes Medienunternehmen leitet, kann man nicht von einem Tag auf den anderen alles verschrotten und durch Neues ersetzen. Wir hingegen sind in der /DJH YRP HUVWHQ 7DJ DQ GLH Hȯ]LHQWHVWH Technologie einzusetzen. Zweitens haben wir keine bestehenden Mitarbeiterstruktu- ren, die man erst transformieren müsste. In reifen Medienunternehmen ist es unglaub- lich schwierig, Menschen, die fünf, zehn, 15 Jahre lang auf eine bestimmteWeise gearbei- tet haben, davon zu überzeugen, dass ihr Job jetzt ein fundamental anderer ist. Und drit- tens können wir dadurch die Kosten der Plattform deutlich niedriger halten. Als wir vor zwei Wochen die CNBC-Zentrale in NewYorkbesucht haben– 3.000Mitarbeiter allein am Hauptsitz –, war mein Eindruck, dass wir inmanchen technologischen Berei- chen weiter sind als sie. ALEXANDER SCHÜTZ: CNBC war sehr kooperativ, der Leiter der Technologie- abteilung hat sich viel Zeit genommen. Sie sind bereit, uns mit Ideen und Know-how zu unterstützen. Aber was Rusmir sagt, ist richtig: CNBC ist ein gewachsenes Unter- nehmen, das sich erst zu etwas entwickelt, was wir schon am ersten Tag haben wer- den, weil wir in der Lage sind, auf der grü- nen Wiese zu beginnen. Wie funktioniert die Distribution? Wer zahlt wofür? RUSMIR NEFIC: Das Fernsehen ist unser wichtigstes Reichweiteninstrument. Wir wollen in die Hauptpakete der großen Pay- TV-Anbieter hinein – also nicht als Zusatz- paket, für das der Zuschauer extra zahlen muss, sondern als fester Bestandteil des UHJXOÌUHQ $QJHERWV :LU PĞVVHQ VR YLHO Publikum wie möglich anziehen, und das gelingt nur, wenn die Einstiegshürde nied- rig ist. In den kommenden Monaten wer- denwir aktiv auf die Betreiber in der Region zugehen, um die Konditionen zu verhan- GHOQ /HW]WOLFK SURljWLHUHQ EHLGH 6HLWHQ ł die Anbieter bekommen einen hochwerti- gen Wirtschaftskanal, und wir bekommen Zugang zumPublikum. Der TV-Kanal zieht die Zuschauer also an – die eigentliche 0RQHWDULVLHUXQJ OÌXIW GDQQ ĞEHU GLH GLJL - tale Paywall: Wer die Plattform in vollem Umfang nutzen will, also die gesamte digi- » Wir können vom ersten Tag an die effizientestmögliche Technologie einsetzen. « Rusmir Nefic, CEO CNBC DACH » Und wenn nach dem fünften Jahr kein Break-even da ist, sind wir auch nicht am Ende. « Alexander Schütz, Co-Investor CNBC DACH Fotos: © Marlene Fröhlich
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