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Zwei hessische Genobanken planen Zusammenschluss

Die Volksbank Kassel Göttingen und die VR Partnerbank Chattengau-Schwalm-Eder arbeiten an einer gemeinsamen Zukunft. Die Vorstände und die Aufsichtsräte der beiden Institute haben sich für eine Fusion ausgesprochen. Die Vertreterversammlungen müssen noch zustimmen.

© Wolfilser / stock.adobe.com

Eckpunkte:

  • Die Volksbank Kassel Göttingen und die VR Partnerbank Chattengau-Schwalm-Eder planen einen Fusion
  • Das gemeinsame Institut soll den Namen Volksbank Kassel Göttingen Schwalm-Eder haben

Die Volksbank Kassel Göttingen und die VR Partnerbank Chattengau-Schwalm-Eder wollen sich zusammenschließen. Wie die beiden Institute mitteilen, haben sich die Aufsichtsräte und Vorstände der Häuser nach intensiven Gesprächen einstimmig für eine Fusion ausgesprochen.

Die neue Bank soll den Namen Volksbank Kassel Göttingen Schwalm-Eder tragen. Sie wird der Pressemitteilung zufolge eine Bilanzsumme von rund 5,2 Milliarden Euro aufweisen und etwa 690 Mitarbeiter beschäftigen. Der rechtliche Sitz des Instituts soll Kassel werden, die Hauptstellen Göttingen und Melsungen bleiben bestehen. Das künftige Geschäftsgebiet umfasst 42 Standorte.

Rund 150.000 Kunden
Die fusionierte Bank wird rund 150.000 Kunden zählen, von denen 80.600 Mitglieder sind. Die bisherigen Vorstände der Volksbank Kassel Göttingen und der VR Partnerbank Chattengau-Schwalm-Eder sollen auch in der Führungsriege des neuen Geldhauses vertreten sein.

Die beabsichtigte Fusion bedarf der Zustimmung der Vertreterversammlungen beider Genossenschaften sowie der Genehmigung der Bankenaufsicht. Im Rahmen von außerordentlichen Vertreterversammlungen im November 2026 wird über den Zusammenschluss abgestimmt.

Rückwirkend zum 1. Januar 2027
Im Vorfeld planen beide Institute, im Spätsommer ihre Vertreter umfassend über das Vorhaben zu informieren und für die Fusion zu werben. Diese soll dann nach Erstellung der Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2026 rückwirkend zum 1. Januar 2027 erfolgen.

Die regionale Nähe wollen die beiden Banken auch nach der Fusion erhalten. "Es wird keine fusionsbedingten Filialschließungen oder Entlassungen geben", erklärt Kerstin Orth, Vorstandsmitglied bei der Volksbank Kassel Göttingen. "Im Gegenteil, die starke regionale Verankerung ist unverzichtbarer Bestandteil unseres genossenschaftlichen Geschäftsmodells und wichtig für Kundennähe und persönliche Beratung", so Orth. Eine gemeinsame Bank eröffne zusätzliche Entwicklungs- und Karriereperspektiven für die Mitarbeiter, stärke die Arbeitgeberattraktivität und schaffe die Grundlage für moderne Arbeitswelten. (am)

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