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"Zukunft ist heute": Das war das Blackrock-Investorenforum 2018

Die Welt verändert sich in einem rasanten Tempo, die Zukunft wird herausfordernd. Doch wer sich heute schon auf morgen einstellt, kann Chancen nutzen. Wo sie zu finden sind – das nahm das fünfte Investorenforum des Fondsanbieters Blackrock unter die Lupe. Unsere Redakteure waren dabei.

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"Wir bereiten uns auf einen Regimewechsel vor"
Martin Lück, Blackrock, bei seinem Vortrag "Wohin steuern die Kapitalmärkte"

Europas Finanzmärkte entwickelten sich weniger dynamisch als 2017, Blackrock sehe aber immer noch mehr Chancen als Risiken, sagte Martin Lück, Leiter Kapitalmarktstrategie für Deutschland, Österreich, Schweiz und Osteuropa. "Wir vollziehen den Sprung vom risikobereiten zum risikoaversen Investor noch nicht, aber wir machen uns für einen Regimewechsel bereit", erklärte Lück.

2017 habe es an den Märkten noch einige positive Überraschungen gegeben. So habe die US-Notenbank Fed den Leitzins seltener angehoben als erwartet, die Inflation in den USA sei nicht so stark gestiegen wie vermutet, in Europa und in China sei ein starkes Wachstum zu verzeichnen gewesen. "Solche Überraschungen sehen wir im laufenden Jahr nicht", erklärte Lück.

Während in die Konjunktur in den USA anziehe und Investoren wieder einen risikolosen Realzins bekämen, stelle sich die Situation in Europa gänzlich anders dar. Für die kommenden zwölf Monate sei keine Anhebung des europäischen Leitzinses in Sicht. Zudem habe die Regierung in Italien angekündigt, künftig mehr Geld auszugeben und Reformen zurückzufahren. "Sollte Italien im Oktober in Brüssel einen aggressiven Budgetvorschlag vorlegen, könnte durchaus ein Konflikt mit der EU-Kommission entstehen", sagte Lück. Damit könne die Eurokrise, die ohnehin nie vom Tisch gewesen sei, neu entbrennen.

Die Frage, ob das hohe Leistungsdefizit der Türkei Auswirkungen auf andere Schwellenländer haben könnte, sah Lück gelassen. Zumindest für stabile Emerging Markets wie China oder Russland erkennt er keine Folgen. Einen "volatilen Herbst" prognostiziert der Experte aus einem anderen Grund. "US-Präsident Donald Trump ist der Ansicht, er könne bei den Kongresswahlen am 6. November mit einem harten Auftreten Wählerstimmen gewinnen", sagte Lück. Daher gehe er nicht von einer Abschaffung aller Handelszölle zwischen den USA und Europa oder den USA und China aus.
© Julia Schwager

Noch nie hat sich die Welt so schnell gedreht wie heute – und das Tempo, mit dem sich Veränderungen in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Technik vollziehen, wird künftig rasant zunehmen. Zu diesem Fazit kamen die Referenten und Diskussionsteilnehmer des fünften Investorenforums, das der Fondsanbieter Blackrock am 5. September 2018 unter dem Motto "Zukunft ist heute" in Frankfurt veranstaltete.

Während die Konjunktur in den USA anzieht, die Zinsen steigen und der Dollar stärker wird, gerät Europa ins Hintertreffen. Zwar wächst die Wirtschaft in der Europäischen Union (EU) aktuell noch. Politische und ökonomische Unsicherheiten prägen aber die Stimmung. Risiken für die europäische Wirtschaft gehen von dem ungewissen Ausgang der Brexit-Verhandlungen ebenso aus wie von der Frage, ob die Situation in Italien die noch immer schwelende Eurokrise neu entfachen könnte. Die von US-Präsident Donald Trump verhängten Handelszölle, das Leistungsdefizit der Türkei und die Gefahr, dass sich der "Schock am Bosporus" auf andere Schwellenländer überträgt: Für Investoren ist die Welt im Jahr 2018 unübersichtlicher und unwägbarer geworden.


Wie sieht die Zukunft von Multi-Asset-Portfolios aus? Welche Geschäftsmodelle verfolgen Banken im digitalen Zeitalter? In der Bilderstrecke oben haben wir die wichtigsten Thesen und Statements aus den Vorträgen und Podiumsdiskussionen zusammengefasst.


Spannende Vorträge, angeregte Diskussionen
Wie geht es weiter? Wo bieten sich Anlegern Chancen, um ihre Depots heute für die Zukunft gut zu positionieren? Wo lassen sich innovative Produkte im Markt finden, und wie wird die Digitalisierung die Bankenwelt in den kommenden Jahren weiter verändern? Diese Fragen und viele weitere Aspekte standen im Mittelpunkt der Investorenforums.

Rund 170 Gäste im Saal und über 480 Teilnehmer, die online zugeschaltet waren, verfolgten gespannt die Vorträge und Podiumsdiskussionen im Veranstaltungszentrum der Jugend-Kulturkirche Sankt Peter – und lauschten zum Schluss der Keynote von Friedrich März, Chairman von Blackrock Deutschland, der einen Blick auf die aktuelle weltpolitische Situation warf. Die Zukunft wird herausfordernd – darüber waren sich die Referenten und Diskussionsteilnehmer einig. Aber wer heute Chancen erkennt, kann morgen profitieren. (am/ert)

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