Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
Ad

Low-Touch-Komprimierung

Der anhaltende Druck durch Verschuldungsquoten, Bestimmungen für G-SIBs und begrenzte betriebliche Ressourcen zwingt Banken dazu, nach zunehmend ausgeklügelten Komprimierungslösungen zu suchen.

Anzeige
| Vermischtes
twitterlinkedInXING

Willis Towers Watson Pensionsfonds erhält Milliarden-Mandat

Die Übernahme von innogy durch E.ON führt zur Auslagerung von Pensionsverpflichtungen an den Willis Towers Watson Pensionsfonds. Die praktische Umsetzung war aufgrund des engen Zeitplans und erhöhter Komplexität alles andere als leicht.

Dr. Heinke Conrads, Leiterin Retirement Germany and Austria von Willis Towers Watson
Dr. Heinke Conrads, Leiterin Retirement Germany and Austria von Willis Towers Watson
© Willis Towers Watson

Der Willis Towers Watson Pensionsfonds kann ein prestigeträchtiges Mandat und nennenswerte Zugewinne bei den verwalteten Assets verzeichnen. Der Pensionsfonds übernimmt nach der Übernahme von innogy durch E.ON als Finanzierungsvehikel Pensionsvermögen in Höhe von rund 2,6 Milliarden Euro für rund 10.000 Betriebsrentner. Damit zählt die Willis Towers Watson Pensionsfonds AG mit inzwischen 3,8 Milliarden Euro Sicherungsvermögen zu den größten Anbieterpensionsfonds in Deutschland.

Wie Willis Towers Watson betont, wurden zuvor in einem sehr engen Zeitfenster sämtliche Vertragsdokumente rechtzeitig zum Closing der RWE/E.ON-Transaktion vorbereitet und die erforderlichen Vollmachten aller beteiligten Tochterunternehmen sowie die Zustimmung der BaFin eingeholt. Für die aktuellen und zukünftigen innogy-Betriebsrentner ändere sich durch den Anbieterwechsel bezüglich Pensionsfonds nichts. Die unternehmensintern im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung (bAV) eingespielten Arbeitsabläufe würden auch nach dem Anbieterwechsel weitgehend unverändert fortgeführt.

Zeitgleiche Übertragungen
Neben der Bestandsübertragung des gesamten innogy-Pensionsfondsbestands aus der RWE Pensionsfonds AG war zeitgleich auch eine entsprechende Übertragung der für innogy bestehenden Konzern-Treuhand-Struktur auf die Wills Towers Watson Treuhand GmbH erforderlich.

„Wir freuen uns, dass wir in einer komplexen M&A-Situation die beteiligten Konzerne und insbesondere innogy beim Transfer des sensiblen bAV-Themas unterstützen konnten“, sagt Dr. Heinke Conrads, Leiterin Retirement Germany and Austria von Willis Towers Watson. „Gerade die tiefe Pensionsfondsexpertise des Willis Towers Watson Pensionsfonds-Teams, aber auch die modulare Leistungsfähigkeit der Willis Towers Watson Pensionsfonds AG haben die Durchführung des Projekts trotz enger Zeitvorgaben ermöglicht“, betont Conrads.

Der Wechsel von der Konzern- zur Anbieterlösung war im Rahmen der Übernahme von innogy durch E.ON zwingend erforderlich. Dabei wollte innogy möglichst wenig in die bestehenden, bewährten bAV-Strukturen eingreifen und operative Prozesse weitgehend unverändert weiterlaufen lassen. Großen Wert legt das Unternehmen auch auf die kurz- und langfristige Wirtschaftlichkeit und Flexibilität der Lösung, die unter Berücksichtigung der kartellrechtlichen Rahmenbedingungen auch mit E.ON vorbereitet wurde und perspektivisch Handlungsspielraum für künftige, gemeinsame Lösungen bietet.

„Mit der Umstellung auf den Willis Towers Watson Pensionsfonds bleiben – wie geplant – auch nach dem Anbieterwechsel viele Strukturen, Prozesse und Ansprechpartner gleich”, berichtet Diana Custodis, Senior Projekt Manager Group Finance bei innogy. Ihr Fazit: „Eine (nahezu) taggenaue Übertragung von Vermögenswerten zum Closing im Pensionsfonds – mit zeitlicher Parallelität von Zustimmung der Kartellbehörden und Freigabe durch die BaFin – war möglich, musste aber präzise geplant und sorgfältig abgestimmt sein.“

Dr. Michael Karst, Leiter Recht/Steuern/ Rechnungslegung sowie Finanzierungsvehikel Retirement Deutschland bei Willis Towers Watson Deutschland, ergänzt: „Eine Kernanforderung des zeitlichen Projektmanagements war, alle Beteiligten und insbesondere die zuständigen Behörden über den Inhalt des Projekts und dessen Rahmenbedingungen jederzeit transparent zu informieren.“ (aa)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren