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Wieder eine Fondsgesellschaft weniger: Meinl KAG ist Geschichte

Die österreichische Meinl Bank hat ihre Kapitalanlagegesellschaft abgewickelt. Die Fonds werden künftig von der LLB verwaltet und von C-Quadrat gemanagt.

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© Meinl Bank

Die Julius Meinl Investment Gesellschaft m.b.H (JMIG), hat ihre Konzession zurückgelegt. Die Erlaubnis zur Ausübung konzessionspflichtiger Bankgeschäfte ist erloschen, wie die Finanzmarktaufsicht (FMA) am Donnerstag informierte.

Damit ist die zweitkleinste Fondsgesellschaft des Landes Geschichte. Ende März hatte die JMIG rund 53,3 Millionen Euro verwaltet, was einem Marktanteil von 0,03 Prozent entspricht. Kleiner ist nur Macquarie Austria mit aktuell rund 15,6 Millionen Euro.

LLB und C-Quadrat
Die drei noch bestehenden Fonds der JMIG werden per 31. März 2019 an die LLB Invest Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. als neue Verwaltungsgesellschaft und auf die Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG als neue Depotbank übertragen. Es handelt sich um die Vehikel Meinl Capitol 1, Meinl Core Europe sowie Meinl Quattro, in die in den vergangenen Monaten die meisten anderen Fonds der Gesellschaft verschmolzen wurden. 

Neuer Portfoliomanager ist C-Quadrat; entsprechend lauten die Namen seit dem 1. April auf C-Quadrat Quattro Serie M (Dachfonds in internationale Fonds), C-Quadrat Capitol 1 Serie M (österreichische festverzinsliche Wertpapiere) sowie C-Quadrat Europe ESG Serie M (westeuropäische Aktien).

Nur noch 16 Gesellschaften
In Österreich gibt es damit nur noch 16 Kapitalanlagegesellschaften. Vor fünf Jahren waren es noch 24 (Angaben VÖIG). Die Julius Meinl Investment Gesellschaft m.b.H war eine 100-prozentige Tochter der Meinl Bank AG. Die Bank befindet sich seit gut zehn Jahren rund um den Anlageskandal bei der Immobiliengesellschaft Meinl European Land (MEL) in Rechtsstreitigkeiten. Es laufen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Wien gegen Julius Meinl V. und andere. (eml)

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