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Whats-App kostete Professional den Job

Die britische Finanzaufsicht FCA brummt einem Banker eine Strafe auf. Der hatte über den Mitteilungsdienst Whats-App verraten, mit welchen Kunden er gerade Geschäfte einfädelt. Der Investmentbanker wollte damit vor Bekannten und Kollegen angeben.

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© Fotolia

Ein britischer Investmentbanker freute sich offenbar sehr über Transaktionen, die er anbahnen konnte. Die Freude von Christopher Niehaus in der Londoner Niederlassung der US-Gesellschaft Jefferies war aber so groß, dass er über den Handy-Mitteilungsdienst Whats-App vor Bekannten und Kollegen über anstehende Abschlüsse prahlte.

Dabei verriet er auch die Namen der künftigen Klienten, worum es bei dem Mandat geht und welche Gebühr sein Haus dafür erheben will. Der erfahrene Banker, der eine Führungsposition bei Jefferies innehatte, freute sich dann auch auf Whats-App darüber, dass er Dank des Bonus bald seine Hypothek abzahlen könnte, wenn er eines der Geschäfte abschließt.

Das besonders Pikante an der Prahlerei: Einer der Whats-App-Empfänger war selbst Kunde von Jefferies – und Konkurrent eines Mandanten, dessen Details Niehaus ausplauderte. Die britische Finanzaufsicht FCA fand dieses Gebaren wenig amüsant. Sie leitete ein Verfahren gegen den Investmentbanker ein und erlegte ihm nun eine Strafe in Höhe von 37.198 britischen Pfund auf (rund 43.400 Euro).

Niehaus hatte sich gegenüber den Ermittlern der Behörde geständig gezeigt und sein Fehlverhalten eingeräumt. Die FCA gewährte daher einen Nachlass von 15 Prozent auf die Strafe, die sonst 53.140 Pfund betragen hätte. Die Behörde erkannte zudem an, dass kein Schaden entstanden war und die Beteiligten die Informationen nicht für Insidergeschäfte genutzt hatten. Im Zuge der Ermittlungen war Niehaus von Jefferies suspendiert worden und hatte noch vor Abschluss des Verfahrens seine Kündigung eingereicht, berichtet die FCA. (ert)

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