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Warburg-Eigentümer finden Käufer für Degussa Bank

Für die Verluste schreibende Degussa Bank hat sich ein Interessent gefunden. Die einstmals selbst kriselnde Oldenburgische Landesbank übernimmt das Institut. Den Degussa-Eignern, denen auch die M.M. Warburg gehört, spült das dringend benötigtes Geld in die Kasse.

Stefan Barth, OLB
Stefan Barth, OLB: "Die geplante Übernahme der Degussa Bank ist ein weiterer Meilenstein auf unserem profitablen Wachstumskurs."
© Michael Wurzinger/OLB

Die Oldenburgische Landesbank (OLB) übernimmt die Degussa Bank. Dies teilte die OLB mit und bestätigte damit entsprechende Presseberichte. Der Kaufpreis beziffert sich auf 220 Millionen Euro. Dies spült den Mehrheitseignern der Degussa Bank, Christian Olearius und Max Warburg, dringend benötigtes Geld in die Kasse. Denn das Duo, dem auch M.M. Warburg Bank gehört, steht wegen der Verwicklung dieses Instituts in den Cum-Ex-Skandal finanziell unter Druck. M.M. Warburg steht vor Steuernachforderungen in dreistelliger Millionenhöhe.

Einen Verkauf der Degussa Bank hatten die Eigner bereits vor zwei Jahren angepeilt. Nach mehreren Anläufen kam es nun zum Abschluss. Die OLB wiederum gehört den Finanzinvestoren Apollo und Grovepoint sowie dem texanischen Lehrer-Pensionsfonds TRS. Unter deren Eigentümerschaft wurde das kriselnde Institut umgekrempelt und wirft nun wieder Gewinne ab. Zudem ging das Geldhaus auf Expansionskurs und übernahm die Bremer Kreditbank, das Bankhaus Neelmeyer und die Wüstenrot Bank Pfandbriefbank.

"Meilenstein auf unserem Wachstumskurs"
"Die geplante Übernahme der Degussa Bank ist ein weiterer Meilenstein auf unserem profitablen Wachstumskurs", kommentiert Stefan Barth, Vorstandschef der OLB, den Schritt. "Die Degussa Bank ergänzt unser Geschäftsmodell hervorragend. Zusammen können wir unser Geschäft deutschlandweit deutlich ausbauen und unser Produktportfolio erweitern." Die OLB habe ein "erhebliches Potenzial für Kostensynergien" identifiziert, das sie zügig nach Abschluss der Transaktion heben wolle, heißt es in der Mitteilung weiter.

Die Degussa Bank hat sich als sogenannte Worksite-Bank positioniert, sprich ihre Filialen finden sich meist auf dem Betriebsgelände von Großunternehmen. Sie richtet sich entsprechend an die Mitarbeiter dieser Konzerne. Das Institut verfolgte zuletzt eine ehrgeizige digitale Expansionsstrategie. Doch die Pläne wurden offenbar mit einem Chefwechsel vor einem Jahr ausgebremst. Das Institut fährt zudem Verluste ein. Dank der Synergien insbesondere in der Verwaltung und im Backoffice, hofft die OLB, die Degussa Bank bald wieder auf Profitabilität trimmen zu können. Der Übernahme müssen die Behörden noch zustimmen. (ert)

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