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VZB: Insolvenz von Hotelentwickler verschärft Krise

Dem Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin (VZB) drohen durch die Insolvenz eines Hotelentwicklers neue Verluste. Denn für "12.18. Investment Management" wurde die vorläufige Insolvenz in Eigenverwaltung angeordnet.

Die Insolvenz des Hotelentwicklers 12.18 Investment Management dürfte dem VZB in Schieflage nochmals zusetzen. 
Die Insolvenz des Hotelentwicklers 12.18 Investment Management dürfte dem VZB in Schieflage nochmals zusetzen. © Marco2811 / Adobe Stock

Eckpunkte:

  • Insolvenz von Hotelentwickler dürfte Schieflage des VZB verschärfen
  • Die 12.18. Investment Management GmbH aus Düsseldorf hat in der vergangenen Woche einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt
  • Hotels auf Sylt, Ibiza, Teneriffa, Schottland und Sardinien

Die Krise des Versorgungswerks der Zahnärztekammer Berlin (VZB) erhält durch eine weitere Insolvenz weitere Brisanz. So hat die „12.18. Investment Management GmbH“ am 13.08.26 beim zuständigen Amtsgericht Düsseldorf Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das Amtsgericht Düsseldorf hat daraufhin die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Das berichtet die 12.18.-Gruppe in einer Pressemitteilung. Bei der genannten Gesellschaft handele es sich nur um eine von mehreren Gesellschaften der Gruppe. Der Antrag auf Eigenverwaltung betrifft laut Mitteilung ausschließlich die 12.18. Investment Management GmbH, die derzeit fünf Mitarbeiter beschäftige. Die weiteren Gesellschaften der 12.18.-Gruppe seien rechtlich eigenständige Unternehmen und nicht Gegenstand des Verfahrens und würden regulär fortgeführt.

VZB hält Anteile
Für die Kapitalanlage des VZB dürften das keine guten Nachrichten sein. Denn wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, hält das Versorgungswerk rund 60 Prozent der Geschäftsanteile der Gesellschaft. Der "Tagesspiegel" aus Berlin berichtet, dass im Geschäftsbericht 2024 der 12.18. Investment Management, der derzeit noch final geprüft werde, ein Fehlbetrag von 65 Millionen Euro ausgewiesen sei, der nicht durch Eigenkapital gedeckt sei. Zudem weise er Verbindlichkeiten von 133 Millionen Euro aus.

Über die Jahre habe das Versorgungswerk aus Berlin rund 200 Millionen Euro in die 12.18.-Gruppe investiert. Die Gruppe verfügt unter anderem über Ferienhotels und Hotelprojekte auf Sylt, Ibiza, Teneriffa, in Schottland und auf Sardinien.

Mehr als die Hälfte des Vermögens verloren
Unter Berufung auf einen „vom Versorgungswerk engagierten Finanzprofi“ berichtet der "Tagesspiegel" zudem, die Verluste des VZB könnten sich auf insgesamt 1,155 Milliarden Euro belaufen – was mehr als der Hälfte des ursprünglichen Anlagevermögens entsprechen würde.

Rund 11.000 Zahnärzte aus den drei Bundesländern Berlin, Brandenburg und Bremen, sind Mitglieder des Versorgungswerks und bangen nun um ihre Altersvorsorge – aufgrund der hohen Verluste sind Rentenkürzungen möglich. (de)

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