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Finanzmarkt-Ausblick 2020

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Wie geht es 2020 weiter mit der Weltwirtschaft und was bedeutet der Führungswechsel an der EZB-Spitze für die europäische Geldpolitik? PIMCO-Chefökonom Joachim Fels erläutert im Video den Konjunkturausblick und die Schlussfolgerungen für die Asset-Allokation.

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Vorsorgekassen im abgelaufenen Anlagejahr alle im Minus

Die österreichischen Vorsorgekassen meldeten für das Jahr 2018 allesamt rote Zahlen. Das Minus hat einige Ursachen, die aber nicht nur dem widrigen Marktumfeld geschuldet sind.

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© Interstid / stock.adobe.com

Das Jahr 2018 wollen die acht betrieblichen Vorsorgekassen, die in Österreich die Abfertigung neu abwickeln, wohl am liebsten wieder vergessen. Denn alle erzielten eine negative Performance. Das besagt eine aktuelle Marktstudie des Risiko- und Versicherungsmanagers GrECo International, die Jahr für Jahr einen detaillierten Überblick über die Leistungen der Anbieter gibt.

Die Performance-Werte der acht Anbieter Allianz, APK, Bonus, BUAK, fair-finance, NÖVK, Valida und VBV schwankten zwischen minus 0,68 Prozent (fair finance) und minus 3,54 Prozent (APK). Aufgrund des Minus bei der Performance dürfen die Vorsorgekassen die Vermögensverwaltungskosten nicht abziehen, sondern müssen auf neue Rechnung vorgetragen werden. Mit dieser Hypothek sind alle Anbieter in das Jahr 2019 gestartet, betont GrEco International. „2018 war für die Vorsorgekassen trotz ihrer defensiven Veranlagungsstrategie ein schwieriges Jahr. Langfristig betrachtet gibt es dennoch eine positive, wenn auch niedrige, Durchschnittsperformance von ca. 2,2 Prozent“, so Christoph Repolust, Vorstand bei der GrECo International.

Kritischer Blick auf die Kosten
Auch kostenseitig gäbe es laut GrECo gegenwärtig wenig Grund zur Freude. Bei den Verwaltungskosten auf die Abfertigungsbeiträge haben zwar viele Kassen ihre Kostensätze in den vergangenen Jahren immer wieder gesenkt – bis zum gesetzlichen Minimum von 1,0 Prozent für Arbeitnehmer mit längeren Arbeitsverhältnissen. Bei den Vermögensverwaltungskosten gäbe es aktuell keine Tendenz für eine Absenkung. Die verrechneten Kostensätze auf das investierte Kapital liegen aktuell zwischen 0,45 bis 0,7 Prozent (gesetzliches Maximum). Dieser Kostensatz werde mit steigendem, angelegtem Kapital für die Höhe der Abfertigung immer bedeutender.

Den Anwartschaftsberechtigten bleiben laut GrECo der Trost der gesetzlich fixierten Kapitalgarantie (mit den Arbeitgeber-Beitragszahlungen von 1,53 % des jeweiligen Bruttobezugs) sowie die Hoffnung, dass sich die Ergebnisse der Vorsorgekassen bis zum Auszahlungsfall erholen. „Auch wenn es für 2019 erste positive Signale gibt, so muss bedacht werden, dass die Vorsorgekassen doppelte Vermögensverwaltungskosten erwirtschaften müssen, um eine Performance von null Prozent zu erreichen“, betont GrECo.

Wechsel mit Unterstützung von GrECo
Für alle Unternehmen, die eine Evaluierung oder Überprüfung ihrer Vorsorgekasse bzw. einen Wechsel ins Auge fassen, bietet GrECo seine laut eigenen Angaben langjährige Expertise und Unterstützung an, ein Team betrieblicher Vorsorgespezialisten steht dabei beratend zur Verfügung. Um einen Wechsel mit kommenden 1. Jänner 2020 durchführen zu können, muss bis spätestens 30. Juni dieses Jahres ein Antrag gestellt sein. (aa)
 

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