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Vontobel verleibt sich Notenstein La Roche ein

Vontobel gab vor kurzem bekannt, Notenstein La Roche für 700 Millionen Schweizer Franken von Raiffeisen Schweiz zu übernehmen. Notenstein La Roche Notenstein La Roche verfügt über 13 Standorte in der Schweiz und hat den Hauptsitz in St. Gallen.

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© peshkov / Fotolia

Mit 330 Mitarbeitern, davon 106 Kundenbetreuer, werden 16,5 Milliarden Franken Assets under Management betreut. 2017 resultierte ein Reingewinn von 23,3 Milloinen Franken. Neben dem Kundenschwerpunkt in der Schweiz (70 Prozent der Assets under Management) werden vor allem Kunden aus Deutschland bedient.

Notenstein entstand 2012, als Raiffeisen große Teile der aufgrund des US-Steuerstreits in Schieflage geratenen Privatbank Wegelin übernahm. Die übernommenen Geschäfte wurden darauf in Notenstein umbenannt. 2015 wurde dann die Basler Privatbank La Roche integriert.

Transaktionsdetails und Wirkung auf operatives Geschäft
Es wurde ein Kaufpreis von rund 700 Millionen Franken vereinbart. Dieser setzt sich aus dem Eigenkapital und einem Goodwill Multiple von 1,78 Prozent, gerechnet auf den Assets under Management, zusammen. Finanziert wird die Transaktion durch vorhandenes Eigenkapital und die Ausgabe einer Tier-1-Anleihe im Umfang von 350 bis 450 Millionen Franken. Die Finanzierungsstruktur stellt sicher, dass die Kernkapitalquote (CET1) und Gesamtkapitalquote von Vontobel auch künftig über den angestrebten Mindestkapitalquoten von zwölf beziehungsweise 16 Prozent liegen.

Die CET1 Quote verschlechtert sich durch die Übernahme jedoch bis Ende 2018 deutlich von 18,4 auf 12,2 Prozent. Die Gesamtkapitalquote sinkt durch die Aufnahme des Tier-1-Kapitals von 18,4 auf 17,7 Prozent. Notenstein La Roche wird ins Combined Wealth Management von Vontobel integriert. Per Ende 2017 betreute dieses 54 Milliarden Franken an Kundengeldern. Die Übernahme entspricht der Strategie von Vontobel, bis 2020 jährlich organisch und via Akquisitionen ein Nettoneugeldwachstum von vier bis sechs Prozent zu erreichen. Im Heimmarkt Schweiz, welcher durch die Übernahme am stärksten wächst, soll ein Wachstum von zehn Prozent erreicht werden.

Ab Ende 2018 positiver Gewinnbeitrag erwartet
Durch die Übernahme wird vor allem die Präsenz in der Ostschweiz und in der Region Basel  gestärkt. Skaleneffekte im Wealth Managmeent kommen zum Tragen. 90 Prozent der übernommenen Vermögen in der Wealth Management Zielgröße von über einer Million  Franken Kundenvermögen. Der Ertrag auf den Assets liegt bei 80 Basispunkten. Durch die Nutzung von Synergien, vor allem über die skalierbaren Vontobel Plattformen, gleiche IT-Plattformen (avaloq) und die Zusammenlegung von gemeinsamen Standorten, soll ab Ende 2018 ein positiver Gewinnbeitrag aus der Übernahme resultieren. (kb)

 

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