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Volkswagen will Vorstands-Boni an ESG-Ziele koppeln

Deutschlands größter Automobilkonzern macht Bonuszahlungen an Vorstandsmitglieder zukünftig vom Erreichen vorab definierter ESG-Ziele abhängig. Das könnte die Aktie für ESG-Investoren interessanter machen und Kursstützend wirken.

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© Elnur / stock.adobe.com

Volkswagen will die Bonuszahlungen für das Top-Management mit den Umwelt-, Sozial- und Governance-Zielen des Konzerns verknüpfen. Das liegt daran, dass Nachhaltigkeitsmerkmale  für Anleger immer relevanter werden. Über diese Pläne berichtet Bloomberg.

Bei der Hauptversammlung im nächsten Jahr soll für das geänderte Vergütungssystem die Zustimmung der Aktionäre eingeholt werden, wie Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch im Interview mit Bloomberg News sagte. Die Gesamtvergütung des Managements besteht neben dem Bonus aus einem Festgehalt und einem langfristigen Anreizprogramm, das an die Kursentwicklung gebunden ist.

„Die Integration von ESG-Kriterien in die Boni-Berechnungen für Vorstandsmitglieder bietet konkrete Anreize, um unsere definierten Nachhaltigkeitsziele zu verfolgen”, sagte Pötsch. Der Fortschritt der ESG-Initiativen werde anhand von Schlüsselkennzahlen wie interner Kohlendioxidreduzierung und Diversitätsindizes verfolgt.

Mit dem Schritt schließt sich der absatzstärkste Autohersteller der Welt ähnlichen Maßnahmen bei BMW und dem Zulieferer Continental an.

Der VW-Konzern hat über 125 Fabriken in Ländern von Brasilien bis China und schätzt, dass allein seine Autos ein Prozent der weltweiten Kohlendioxidemissionen ausmachen. Volkswagen hat sich verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu werden mithilfe einer umfassenden strategischen Neuausrichtung mit dem Fokus, die größte Flotte der Branche an Elektroautos zu bauen.

VW hat die ESG-Vorgaben in seine strategischen Ziele aufgenommen. Zur Berechnung der Boni werden nun neben Faktoren wie dem operativen Erfolg des Konzerns künftig auch ESG-Verbesserungen herangezogen. Vorstandschef Herbert Diess erhielt im letzten Jahr einen Bonus von knapp über drei Millionen Euro, fast doppelt so viel wie die meisten Vorstandsmitglieder.

“Der Markt beginnt, die ESG-Performance als positiv mit der finanziellen Performance korreliert zu sehen und ESG eher als Motor für die Anlagerenditen zu betrachten denn als notwendiges Übel”, schrieb Analyst Richard Butters von Aviva Investors letzten Monat in einem Bericht. (aa)

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