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VIG-Übernahme der Aegon-Gesellschaften vor dem Scheitern

Der Großdeal des österreichischen Versicherungsriesen VIG zur Übernahme des Osteuropageschäfts von Aegon gerät ins Stocken. Ungarns Innenminister verweigert die Zustimmung für den Zukauf in seinem Land.

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© olly / stock.adobe.com

Die ungarische Politik legt der börsenotierten Vienna Insurance Group (VIG) bei der Übernahme der Aegon-Tochter Steine in den Weg. Während das Finanzministerium in den bisherigen Gesprächen positiv eingestellt war, verbietet das Innenministerium des Landes nun die Übernahme, teilt die VIG mit.

Die Versicherung hat am 6. April einen Bescheid erhalten, "in dem das ungarische Innenministerium mitteilt, dass der geplante Erwerb der Aegon-Gesellschaften in Ungarn durch ein ausländisches Unternehmen untersagt wird". Laut Aussendung befindet sich die VIG im Rahmen des Genehmigungsverfahrens seit Jänner 2021 "in konstruktiven Gesprächen mit dem zuständigen ungarischen Finanzminister". Der Bescheid des Innenministeriums stehe in Widerspruch zum bisherigen Verlauf der Gespräche. "Die Vienna Insurance Group geht von einer zeitnahen positiven Klärung dieses Themas aus", heißt es. Ein VIG-Sprecher antwortete vorerst nicht auf eine Anfrage der Redaktion zu weiteren Hintergründen der Ablehnung.

Die VIG hatte Ende November 2020 bekannt gegeben, dass sie die Gesellschaften des niederländischen Versicherungskonzerns Aegon in Ungarn, Polen, Rumänien und der Türkei übernimmt. Der Kaufpreis der Unternehmen, die 2019 einen Nettogewinn von 50 Millionen Euro erwirtschafteten, beträgt 830 Millionen Euro. Der Deal umfasste Versicherungsgesellschaften, Pensionskassen, Asset Management- und Servicegesellschaften mit einem Versicherungsprämienvolumen von rund 600 Millionen Euro. (eml)

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