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Vier Ex-Notenbank-Vorsitzende schlagen Alarm

US-Präsident Donald Trump schießt seit Monaten gegen die amerikanische Notenbank respektive ihren Vorsitzenden Jerome Powell. Eine gefährliche Entwicklung, sagen ehemalige Vorsitzende der Federal Reserve.

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© assja_sav / stock.adobe.com

Ist die Unabhängigkeit der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ernsthaft in Gefahr? Seit Monaten lässt US-Präsident Donald Trump kein gutes Haar an den Währungshütern. Er forderte Zinssenkungen, um die Konjunktur anzukurbeln und übte damit mehrfach Druck auf die Fed aus. Eine gefährliche Entwicklung finden die vier noch lebenden ehemaligen Notenbankvorsitzenden Paul Volcker, Alan Greenspan, Ben Bernanke und Janet Yellen, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet. Auch die Letztgenannte war gegen Ende ihrer Amtszeit mehrfach ins Visier Trumps geraten.

"Es ist wichtig, die Fähigkeit der Federal Reserve zu erhalten, Entscheidungen im besten Interesse der Nation zu treffen, nicht auf Basis der Interessen einer kleinen Gruppe von Politikern", schreiben die vier illustren Ex-Währungshüter in einem Gastbeitrag im "Wall Street Journal". Die Notenbank müsse unabhängig und im besten Interesse der Wirtschaft handeln dürfen. Der US-Präsident hatte die Währungshüter in den vergangenen Monaten als "ahnungslos" bezeichnet und gedroht, Fed-Chef Jerome Powell alsbald zu degradieren, berichtet die FAZ.

Fed reagierte aus historischer Sicht oft zu spät mit Zinssenkungen
Auch nachdem die Fed nach mehr als zehn Jahren die Zinswende vorige Woche eingeleitet und damit dem Druck aus Washington und auch der Wall Street nachgab, kritisierte Trump die Notenbank weiter.

Powell habe das Land im Stich gelassen, weil er keine weiteren Senkungen versprochen habe. Als die chinesische Regierung am Montag (5. August) den Renminbi gegenüber dem US-Dollar abgewertet hat, übte der US-Präsident erneut Druck auf die Fed aus. (fp)

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