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Versicherer offenbaren Nachholbedarf bei wichtigem Qualitätskriterium

Bei der Sicherung der Qualität und dem Schutz der Daten vor Manipulation haben Assekuranzen weltweit Handlungsbedarf. Das geht aus der „Insurance Technology Vision 2018“ des Beratungsunternehmens Accenture hervor. Das Problem betrifft aber nicht nur Versicherungen, sondern auch Investoren.

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© M.Dörr & M.Frommherz / stock.adobe.com

Investoren und professionelle Marktakteure, die mit Versicherungen zu tun haben, sollten unbedingt darauf achten, ob ihr Gegenüber auch auf dem Gebiet der Datenqualität sowie deren Sicherung vor Manipulation auf dem neuesten Stand ist. Denn die künftige Wettbewerbsfähigkeit von Versicherern ist heute mehr denn je von Innovationen abhängig und somit von Daten. Dass die Qualität ausbaufähig ist, zeigt die jüngst veröffentlichte Accenture-Studie „Insurance Technology Vision 2018“, die jedes Jahr die wichtigsten Technologietrends für die Versicherungsbranche identifiziert.


Save the Date: Insurance Day 2018
Professionelle Marktteilnehmer aus der Versicherungsbranche sollten sich unbedingt den 11. September 2018 vormerken. Dann an diesem Dienstag findet der gemeinsam von „Institutional Money“ und dem „Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO)“ organisierte Insurance Day unter dem Motto „Asset Management unter Solvency II“ im Wiener Hotel „Park Hyatt Wien“ statt.

Die Kongressbesucher erwarten in Summe acht Vorträge zu unterschiedlichen Themen. Zu den Referenten zählen beispielsweise Österreichs Außenministerin Dr. Karin Kneissl sowie Prof. Alexander Mürmann, Professor für Risikomanagement und Versicherung am Institut für Finanzen, Banken und Versicherungen sowie akad. Leiter des Universitätslehrgangs für Risiko- & Versicherungsmanagement der Wirtschaftsuniversität Wien.

Die weiteren bekannten und hochrangigen Referenten kommen u.a von der Finanzmarktaufsicht und von großen internationalen Finanzadressen.

Neugierig geworden, wer genau zu welchen Themen vortragen wird?
Mehr Details inklusive eine Anmeldemöglichkeit finden Sie HIER.

Die Anmeldung ist bis 7. September 2018 möglich.


Accentur-Studie zeigt: Bessere Daten, bessere Entscheidungen
Aufgrund der Digitalisierung werden in der Versicherungswirtschaft immer mehr strategische Entscheidungen datenbasiert getroffen. So gab laut der Accenture-Studie die Mehrheit (80 Prozent) der 623 weltweit befragten Versicherungs-Manager an, Daten als Grundlage für zentrale Entscheidungen zu nutzen.

Doch trotz dieser Entwicklung investieren Versicherer noch zu wenig in die Qualität ihrer Daten. Lediglich 26 Prozent der befragten Führungskräfte von Versicherungsunternehmen gaben an, ihre Daten teilweise zu validieren. Weitere 19 Prozent versuchen zwar die Daten zu überprüfen, sind allerdings nicht von deren Qualität überzeugt. Dies ist überraschend, da gleichzeitig 82 Prozent der Befragten davon überzeugt sind, dass ihre Organisation im Punkto Innovation schneller werden müsste, um Wettbewerbsvorteile zu verteidigen. Doch die Ergebnisse der Studie zeigen, dass dies zukünftig eng an den Zugang und die Nutzung neuer Datenquellen geknüpft sein wird.

Daten waren schon immer das Herzstück der Versicherungsbranche und wurden als Basis für Entscheidungen im Pricing, Risikomanagement oder bei operativen Fragen genutzt. Nun spüren Versicherer aufgrund der Digitalisierung den Druck ihr Geschäft neu zu erfinden. „Der Einsatz neuer Technologien und die Nutzung von Kundendaten bergen dabei großes Potential“, sagt Claus Jeschek, Technologie-Experte im Bereich Versicherungen bei Accenture. „Allerdings müssen sich Versicherer gut überlegen, wie sie die Daten überprüfen, schützen und einsetzen. Um sie als Entscheidungsgrundlage zu nutzen, ist eine effektive Überprüfung der Daten wichtig.“ Zudem müssten die Versicherer das Verbrauchervertrauen stärken, indem sie transparent machten, dass sie verantwortungsbewusst mit Kundendaten umgingen. „Nur wer vertraut, gibt seine Daten auch weiter“, so Jeschek.

Bedrohung durch Datenbetrug
Neben der Überprüfung der Daten müssen Versicherer diese auch besser schützen. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass jeder dritte Befragte schon einmal Ziel von Bot-Betrug, Sensordaten- und Standortdatenfälschungen war. Ein weiteres Drittel der Befragten glaubt, mit hoher Wahrscheinlichkeit schon einmal ein Angriffsziel gewesen zu sein, konnte dies aber nicht nachweisen. „Wenn manipulierte oder fehlerhafte Daten als Entscheidungsgrundlage genutzt werden, steigt das Risiko von weitreichenden Fehlentscheidungen“, warnt Jeschek und rät: „Als Grundstein sollten Versicherer „Data Intelligence“-Bereiche aufbauen und dort gezielt Expertise aus den Feldern Data Science und Cyber-Sicherheit bündeln. Nur so kann das Risiko unsauberer Daten minimiert werden. Dies wird auch mit dem Blick auf die rasante Entwicklung von Künstlicher Intelligenz in der Versicherungsbranche wichtiger.“ So gaben in der Studie rund 77 Prozent der global befragten Führungskräfte an, dass ihre Organisation beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz kaum mit der Geschwindigkeit des technologischen Fortschritts Schritt halten könne. (aa)

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Über die Studie
Die Studie "Insurance Technology Vision 2018" basiert auf der Accenture Technology Vision, die jährlich von Accenture Labs und Accenture Research entwickelt wird. Der Research-Prozess für die Accenture Technology Vision 2018 beinhaltet Input vom Technology Vision External Advisory Board, einer Gruppe von mehr als zwei Dutzend erfahrenen Persönlichkeiten aus dem öffentlichen und privaten Sektor, Wissenschaftlern, Venture Capital Firmen und Unternehmen. Darüber hinaus wurden Interviews mit Technologie- und Branchenexperten sowie mit fast 100 Führungskräften von Accenture geführt. Parallel dazu führte Accenture Research eine weltweite Online-Umfrage unter mehr als 6.300 Geschäfts- und IT-Führungskräften in 25 Ländern und 18 Branchen durch, um Erkenntnisse über die Einführung neuer Technologien zu gewinnen.

Der Bericht für die Versicherungswirtschaft basiert auf den Antworten von 623 Befragten aus Versicherungsunternehmen in 25 Ländern in Nordamerika, Europa, Asien-Pazifik, Afrika und Südamerika. Die Umfrage hat dazu beigetragen, Schwerpunktthemen und Prioritäten für die Einführung von Technologien und Investitionen zu ermitteln. Die Befragten waren hauptsächlich Führungskräfte und Direktoren des C-Levels aus Unternehmen der Versicherungswirtschaft. Der Mindestjahresumsatz der berücksichtigten Versicherungsunternehmen lag bei 500 Millionen US-Dollar, wobei die Mehrheit der Unternehmen einen Jahresumsatz von sechs Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. 31 der befragten Topmanager stammen aus Deutschland und jeweils zwölf aus der Schweiz und Österreich.

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