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Vanguard streicht Research-Ausgaben drastisch zusammen

Das US-Fondshaus, das wie kein anderes für passives Investieren via ETFs steht, wird 2019 für Aktienanalysen von Dritten nur mehr zwei Millionen US-Dollar bezahlen.

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© BNP Paribas AM

Das US-Haus mit Assets under Management in der Höhe von 5,1 Billionen US-Dollar kürzt  seine Ausgaben für Third-Party-Research 2019 auf zwei Millionen US-Dollar kräftig. Die Schätzungen vom letzten Jahr für den externen Researchaufwand lagen noch bei fünf Millionen.

Alarmglocken läuten 
Dieser Rückgang ist ein Warnsignal für die Anbieter von Analysematerial, wo doch die Research-Etats im Gefolge der Einführung von MiFID II im Januar 2018 gleich im Schnitt um 20 Prozent zurückgingen. MiFID hat die Asset Manager gezwungen, Handels- und Research-Kosten erstmals getrennt auszuweisen. Der Vermögensverwaltern widerstrebt es, viel Geld für das Reseach von dritter Seite auszugeben, das hat in weiteren Folge zu einem Rückgang der Broker Fees geführt.  

Vanguard war offensichtlich zu vorsichtig bei der Angabe der Kosten-Bandbreite und konnte nun mit niedrigeren Zahlen überraschen. Als hauptsächlich passiv agierendes Haus gibt Vanguard signifikant weniger für Research als viele Wettbewerber aus. Der in London börsennotierte Asset Manager Man Group sagte beispielsweise letztes Jahr, er erwarte jährlich anfallende Researchkosten von 10 bis 15 Millionen US-Dollar. 

Broker und Researchhäuser unter immensem Druck
Man Group, Pimco und BlackRock waren unter jenen Adressen, die letztes Jahr verlautbarten, sie würden die Researchausgaben selbst schultern und nicht an ihre Fonds weiterverrechnen. Ein Zusammenstreichen der Researchausgaben würde signifkiante Auswirkungen auf Broker haben und den Druck auf die Sell-Side weiter erhöhen. Kleinere Broker sind von einem deutlichen Zurückbinden der Aktienresearch-Ausgaben noch stärker betroffen, weswegen Marktbeobachter eine Beschleunigung im M&A-Bereich erwarten. Auch würden Talente wohl von kleineren und mittelgroßen Häusern zu den großen Wettbewerbern abwandern. Am meisten sollen jene leiden, die anstatt auf Einnahmen aus der Vermittlung von direkten Gesprächen mit Analysten und Unternehmen zu setzen, die Produktion klassischer Analysen in Schriftform vorantrieben. 

Zusammenschlüsse werden steigen
Im November hatte "Financial News" berichtet, dass die australische Investmentbank Macquarie sich in Gesprächen mit Liberum, einem Broker in der Londoner City, bezüglich einer Übernahme befände, wobei der Preis für das Unternehmen bei bis zu 100 Millionen Pfund liegen könnte. (kb)

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