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Unicredit streicht 8.000 Stellen - jeder Elfte muss gehen

Die italienische Unicredit streicht 8.000 Stellen und versucht eine "papierlose" Bank zu werden.

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Jean Pierre Mustier, Vorstandsvorsitzender der Unicredit, hat ein neues Sparpaket ausgegeben.
© Antoine Antoniol / Bloomberg

Kaum wurde bekannt, dass GAM die Axt schwingt und sich von rund 40 Prozent der Belegschaft trennen will, hat auch die italienische Großbank Unicredit Details zu dem angekündigten Vierjahresplan "Team 23" veröffentlicht. Einmal mehr streicht die Bank tausende Jobs. Rund 8.000 Vollzeitstellen sollen wegfallen, kündigte Vorstandschef Jean Pierre Mustier in einer Aussendung an. Das entspricht rund neun Prozent der Belegschaft. Ziel sei es, die Kosten in Westeuropa bis 2023 um eine Milliarde Euro zu senken. 500 Filialen werden geschlossen. Bereits im Jahr 2016 hatte Mustier nach seinem Amtsantritt 16.000 Stellen gestrichen.

Niedrigzinsen, Regulierung und Shareholder Value-Ausrichtung kosten viele Jobs
Hintergrund für das Sparpaket sind Faktoren, mit denen auch andere Institute kämpfen: das Tiefzinsumfeld, die sich eintrübende Konjunktur, harter Wettbewerb und ein immer aufwändiger werdendes regulatorisches Umfeld. Gleichzeitig sollen die Aktionäre zufrieden gestellt werden. Bis 2023 werden laut Mustier rund acht Milliarden Euro an die Aktionäre zurückfließen – zwei Milliarden davon über Aktienrückkäufe, sechs durch Dividenden.

Bis 2023 wird ein bereinigter Nettogewinn von fünf Milliarden Euro angepeilt. Das Ergebnis je Aktie soll bis dahin um zwölf Prozent im Jahr zulegen. Die Einnahmen sollen jährlich um 0,8 Prozent bis auf 19,3 Milliarden Euro steigen, während die Kosten um 0,2 Prozent pro Jahr sinken sollen.

Papierlose Bank
UniCredit will die Digitalisierung vorantreiben: Der Konzern plant ab Mitte 2020 (Start in Italien) den Auftritt als papierlose Retail-Bank. Kunden und Bank sollen dann Dokumente vorwiegend auf digitalem Weg austauschen. In Deutschland und Österreich soll das Konzept im Jahr 2021 für Kernprodukte ausgerollt werden, in  CEE im Jahr 2023. Der Konzern erhofft sich dadurch bis 2023 Kosteneinsparungen in Höhe von mehr als 150 Millionen Euro pro Jahr. (eml)

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