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UBS-Ökonom entfacht Shitstorm in China

Trotz mehrfacher Entschuldigungen klingt der Ärger in China über die ironisch gemeinte Bemerkung eines UBS-Ökonomen nicht ab. Nun zieht ein chinesischer Broker Konsequenzen.

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© Brad Pict / stock.adobe.com

Mit flapsigen Aussagen über das in China grassierende Schweinefieber hat der UBS-Ökonom Paul Donovan eine Welle der Empörung losgetreten. Nun wirkt sich die Affäre auch auf die Geschäftsbeziehungen der Großbank mit China aus: Der Broker Haitong International, Hongkong-Tochter des chinesischen Brokers Haitong Securities, habe seine Geschäftsbeziehungen mit der UBS aus Empörung aufgekündigt, teilte die Gesellschaft mit. "Es gibt keinen klaren Zeitplan, um die Zusammenarbeit wieder aufzunehmen, das ist eine Entscheidung des Managements", erklärte Haitong nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Hintergrund ist ein am vergangenen Mittwoch veröffentlichten Podcast von Donovan. Darin sagte er, die Verbraucherpreise in China fielen höher aus, weil in dem Land eine Schweinekrankheit grassiert. "Spielt das eine Rolle? Es ist wichtig, wenn du ein chinesisches Schwein bist. Es ist wichtig, wenn man gerne Schweinefleisch in China isst", sagte der Ökonom. Der Vorwurf: Mit den Schweinen habe Donovan die Chinesen gemeint.

Geschmacklos und rassistisch
Zuerst griffen Online-Portale Donovans Äußerungen auf. Sie seien "geschmacklos und rassistisch", zitiert das "Handelsblatt" aus den Berichten. Am Wochenende folgte dann die Zeitung "People’s daily", ein Sprachrohr der Kommunistischen Partei: "Ob Donovan entlassen wurde oder nicht, ist weiter unbekannt. Doch diejenigen, die das chinesische Volk beleidigen, müssen dafür zahlen", kommentierte das Blatt.

Mittlerweile hat die Bank den Podcast aus dem Verkehr gezogen und Donovan beurlaubt. "Wir entschuldigen uns vorbehaltlos für jegliches Missverständnis, dass durch die harmlos gemeinten Kommentare entstand ist", zitiert das "Handelsblatt" einen Sprecher des Unternehmens. (fp)

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