UBS erhöht Bonuspool um zehn Prozent, Ermottis Vergütung bleibt gleich
Die UBS hat ihren Bonuspool für das vergangene Jahr um zehn Prozent erhöht, da sich die Integration der Credit Suisse ihrem Ende nähert. Die Vergütung von Konzernchef Sergio Ermotti blieb derweil in Schweizer Franken unverändert.

Eckpunkte:
- Gute UBS-Ergebnisse spiegeln sich in höherem Bonuspool wider
- Sergio Ermotti selbst profitiert davon interessanterweise nicht
- Die Nachfolgesuche ist eingeläutet
Ermotti erhielt für das Jahr 2025 eine Gesamtvergütung von 14,9 Millionen Schweizer Franken (16,6 Millionen Euro) — davon 12,1 Millionen Schweizer Franken als variable Vergütung, wie die UBS am Montag in ihrem Geschäftsbericht mitteilte. Ermottis Grundgehalt von 2,5 Millionen Schweizer Franken ist dem Bericht zufolge seit 2011 unverändert.
Stabiler Vergütungsrahmen
“Unser Vergütungsrahmen bleibt gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert, da wir weiterhin einen strikten leistungsabhängigen Ansatz verfolgen”, erklärte UBS-Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher in dem Bericht.
Die höhere Gesamtzuteilung von Boni spiegele die finanzielle Entwicklung der Gruppe im Vergleich zu 2024, die Fortschritte bei der Integration und die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten sowie marktübliche Erwägungen wider, teilte die Bank weiter mit.
Kampf um die internationale Wettbewerbsfähigkeit gegen zu hohen Kapitalpolster
Die UBS hatte Ermotti im April 2023 als CEO zurückgeholt, um die staatlich vermittelte Rettung des früheren Rivalen Credit Suisse zu steuern. Seither sieht sich die Bank mit Herausforderungen seitens der Schweizer Regierung konfrontiert. Die Bank wehrt sich gegen geplante Regulierungsänderungen, die zusätzliche Kapitalanforderungen von bis zu 26 Milliarden US-Dollar nach sich ziehen könnten. Die UBS hat die Haltung der Regierung scharf kritisiert und argumentiert, sie würde dadurch an Wettbewerbsfähigkeit verlieren.
Ermotti hat signalisiert, nach Abschluss der Integration zurücktreten zu wollen
Derzeit stellt die Bank eine Liste potentieller Nachfolger für den CEO-Posten zusammen. Kelleher hat die Möglichkeit ins Spiel gebracht, dass Ermotti ihn eines Tages ablösen könnte. (kb)

