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Trotz Pechsträhne: Hedgefondsstar John Paulson will es noch mal wissen

John Paulson, der mit seinen Fonds zuletzt reichlich wenig Glück hatte, gibt offenbar nicht auf. Im Gegenteil: Berichten zufolge plant er, sein Unternehmen Paulson & Company zu alter Größe zurück zu führen.

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Der Stern von John Paulson sinkt.
© Bloomberg

Hedgefonds-Manager John Paulson, der einst als Star der Branche galt und mit einer Wette gegen den US-Immobilienmarkt im Jahr 2007 rund 3,7 Milliarden US-Dollar einstrich, verwaltet mittlerweile nur noch zehn Milliarden Dollar. Das ist ein Rückgang von 40 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr – und weit entfernt von den 36 Milliarden an Anlegergeld, über die er zu Hochzeiten verfügen konnte. Während mehrere seiner ähnlich erfolglosen Kollegen aus dem Hedgefondslager ihre Firmen in Family Offices umgewandelt oder das ihnen anvertraute Kapital an die Investoten zurückgezahlt haben, will der strauchelnde Star sein Unternehmen Paulson & Company nun zurück zu alter Größe führen, berichtet das Branchenmagazin "Institutional Investor".

Paulson zahlte in den vergangenen Jahren einen hohen Preis für großangelegte, aber schlussendlich geplatzte Wetten auf Pharma-Unternehmen, Großbanken wandten sich von ihm ab. Nun will er es noch einmal wissen. In den vergangenen anderthalb Jahren lancierte er bereits drei neue Fonds – womöglich ist das nur ein Anfang. Im vergangenen Jahr brachte er etwa einen Fonds auf den Markt, der auf Merger Arbitrage setzt.

Die Strategie, die während des Fusionsfiebers in den 1980er Jahren populär wurde, war nie ein Top-Renditebringer, gilt aber als vergleichsweise sicher. Auf einer Konferenz im Jahr 2013 hatte sich Paulson noch frustriert gezeigt und über zu geringe Renditechancen durch Merger Arbitrage geklagt. Immerhin: Der neue Fonds erzielte im vergangenen Jahr einen kleinen Gewinn und schnitt damit besser ab als die meisten anderen Fonds des Managers.

Verluste über Verluste
Im Jahr 2016 hatte Paulson darüber hinaus ein Portfolio lanciert, das in unter Druck geratene Anleihen aus den USA und Europa investiert. Paulson & Company wollte mit dem Vehikel, das ähnlich konzipiert ist wie ein Private-Equity-Fonds, rund 1,5 Milliarden Dollar Kapital einsammeln. Einem Insider zufolge hat der Fonds bislang ein einziges Investment getätigt, so der "Institutional Investor"-Artikel.

Insgesamt fiel die Bilanz des angeschlagenen Star-Managers zuletzt durchwachsen aus – wie auch bei vielen anderen Branchengrößen. Sein Rentenfonds Paulson Credit Opportunities legte zwar im vergangenen Jahr zwölf Prozent an Wert zu, stagnierte aber im ersten Quartal 2017. Der Fonds Paulson Advantage verlor im vergangenen Jahr 14 Prozent, Paulson Partners 25 Prozent, der Fonds Paulson Special Situations gab sogar um 30 Prozent nach. Am erfolgreichsten zeigte sich auf kurze Sicht der Paulson Long/Short Master Fund. Er gab im vergangenen Jahr um vergleichsweise geringe zwei Prozent nach und erzielte im ersten Quartal dieses Jahres einen Wertzuwachs von sieben Prozent. (fp)

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