Trotz Gegenwind: Deutsche Bank plant strengere Homeoffice-Regeln
Die Deutsche Bank hat mit Arbeitnehmervertretern strengere Regeln für die Arbeit im Homeoffice vereinbart. Da Gegenwind seitens der Mitarbeiter aber schon zu Beginn des Jahres aufkam, räumt sie gleichzeitig auch mehr Flexibilität ein.

Die Vereinbarung sieht strengere Anwesenheitspflichten im Büro für die Mitarbeiter in Deutschland vor, sie sollen mindestens drei Tage pro Woche präsent sein. Gleichzeitig sollen die Änderungen global aber auch eine gewisse Flexibilität mit sich bringen. Wie Insider berichten, soll es beispielsweise für Mitarbeiter die Möglichkeit geben, jährlich zwei aufeinander folgende Wochen von zu Hause aus zu arbeiten.
Im Februar hatte die Deutsche Bank die Anzahl der Homeoffice-Tage pro Woche von drei auf zwei reduziert, und folgte damit dem Beispiel einiger Wall-Street-Institute. Der überraschende Schritt löste bei den deutschen Mitarbeitern eine Protestwelle aus. Der Vorsitzende der Gewerkschaft DBV, Stephan Szukalski, sagte damals, dass es “enormen Widerstand“ gegen die Änderung gebe.
Hybrides Arbeiten
“Die Deutsche Bank hat konstruktive Gespräche mit ihren Betriebsräten zum hybriden Arbeitsmodell in Deutschland geführt mit dem Ziel, neue Betriebsvereinbarungen für alle Mitarbeitenden abzuschließen”, teilte ein Banksprecher per E-Mail mit. “Die neue Betriebsvereinbarung soll die Richtlinien für ihre Mitarbeitenden in Deutschland an die globalen Vorgaben zum hybriden Arbeiten der Deutschen Bank anpassen.”
Die Änderung wird es den Mitarbeitern ermöglichen, Ad-hoc-Tage für Homeoffice und umfassendere Ausnahmen unter besonderen Umständen zu beantragen, will Bloomberg erfahren haben. Mitarbeiter, die bisher 60 Prozent ihrer Zeit von zu Hause aus gearbeitet haben, werden im nächsten Jahr zusätzlich 12 Homeoffice-Tage erhalten, um den Übergang zu erleichtern, hieß es. (kb)

