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Trotz aller Widrigkeiten: Asset Manager zählen zu den Gewinnern

Auch wenn die Corona- und die damit einhergehende Wirtschaftskrise Auswirkungen auf die Vermögensverwaltungsbranche hat, sind die globalen Mittel-, bis Langfristtrends weiterhin intakt, meint Euroswitch Vermögensmanagement. Das zeigt jedenfalls ein Blick auf die Bevölkerungsentwicklung.

Michael Klimek, Portfoliomanager der Vermögensmanagement Euroswitch
Michael Klimek, Euroswitch
© Euroswitch

Auch wenn es auf längere Sicht für Asset Manager gar nicht so schlecht aussieht, muss die Branche derzeit durch ein Tal der Tränen gehen. So hat es die Asset-Management-Branche im 3. Quartal 2020 hart getroffen. „Die sich verschärfende Coronakrise beschert Unternehmen Liquiditätsengpässe, Privathaushalten mit Kurzarbeitseinkommen geht es ähnlich und so ist es nicht verwunderlich, dass vielen im Moment nicht der Sinn nach Kapitalanlagen steht“, so Michael Klimek, Portfoliomanager der Vermögensmanagement Euroswitch.

Politische Unsicherheit ist schlecht für das Geschäft
In den USA seien bedingt durch eine hohe Arbeitslosenquote die dort traditionell wichtigen betrieblichen Altersvorsorgepläne betroffen. Die politische Unsicherheit im Vorfeld der US-Wahlen verschärfe die Krisenstimmung im größten Asset-Management-Markt der Welt zusätzlich. In Europa ist es der nahende Brexit, der möglicherweise die global bedeutsame Asset-Management-Branche Großbritanniens treffe. „Trotz der kurzfristigen Entwicklungen denken wir, dass die globalen mittel- und langfristigen Makrotrends, die die Branche über viele Jahre stützten, weiterhin intakt sind“, erläutert Klimek.

Demografische Entwicklung zwingt zur Altersvorsorge
Zum einen wächst die Weltbevölkerung laut der aktuellen Forschung bis in die 2060er Jahre hinein  kontinuierlich weiter. „Trotz wirtschaftlicher Talsohlen in Krisenzeiten, trägt dies zum allgemeinen Vermögensaufbau bei und zu einer damit korrespondierenden Nachfrage nach Asset-Management-Dienstleistungen“, erkärt Klimek.

Zum anderen wird gegen Ende des Jahrhunderts der Anteil älterer Menschen an der Weltbevölkerung bei gut einem Viertel erwartet. Dies erfordere den Auf- bzw. Ausbau funktionierender Altersvorsorgesysteme.

In denjenigen Ländern, die kapitalgedeckte Systeme, mitunter bereits vor Jahrzehnten, einführten und sie um effektive steuerliche Anreize ergänzten, boomte in der Folge die lokale Fondsbranche, allen voran in den USA und Australien. „Wir erwarten, dass eine immer größer werdende ältere Generation ihr Bedürfnis nach finanzieller Absicherung im Alter politisch stärker artikulieren und angesichts ihrer wachsenden Wählermacht mindestens in demokratischen Ländern auch durchsetzen können wird“, so der Investmentexperte.

Die zunehmende gesellschaftliche Bedeutung des Themas Altersversorgung sei damit ein solides Fundament für nachhaltige Nachfrage nach professionellem Asset Management.

In der Region Asien/Pazifik spielt die Musik
Das Anziehen des Euro gegenüber allen großen Währungen im Verlauf des dritten Quartals bescherte Euro-Anlegern teils herbe Devisenverluste. Die Aktien börsennotierter Asset Manager in Europa und Nordamerika gerieten mehrheitlich unter Druck, wohingegen sich allein Manager im asiatisch-pazifischen Raum positiv absetzen konnten.

Asset Manager-Aktien sind High-Beta-Papiere
„Die im dritten Quartal positive, teilweise rasante Aktienkursentwicklung börsennotierter Asset Manager im asiatisch-pazifischen Raum, lässt auf eine kurz- bis mittelfristige Erholung der gesamten Branche und auf eine Kaufgelegenheit zum jetzigen Zeitpunkt hoffen“, sagt Klimek. An den attraktiven Fundamentaldaten der Branche habe sich nichts geändert.

Vor diesem Hintergrund halte Fondsmanager Klimek an der bisherigen Gleichgewichtung unterschiedlicher Geschäftsmodelle und Regionen im ARC ALPHA Global Asset Managers-Fonds fest. (aa)

 

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