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Treffen mit UniCredit-Boss kommt Ex-Commerzbank-Chef teuer zu stehen

Die Commerzbank hat die Bonuszahlung für Ex-Chef Manfred Knof um 500.000 Euro reduziert. Hintergrund ist ein Treffen mit Unicredit-Chef Andrea Orcel, das intern offenbar nicht offengelegt worden war.

Manfred Knof stand von 2021 bis 2024 an der Spitze der Commerzbank.
Manfred Knof stand von 2021 bis 2024 an der Spitze der Commerzbank.© Commerzbank

Eckpunkte:

  • Der Bonus von Ex-Vorstandsvorsitzenden Manfred Knof wurde nachträglich gekürzt
  • Das betrifft eine Summe von einer halben Million Euro

Die Commerzbank hat den Bonus für ihren ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Manfred Knof reduziert, nachdem bekannt geworden war, dass er sich mit Unicredit-CEO Andrea Orcel getroffen hatte, dies intern aber offenbar nicht angezeigt wurde.

Knofs variable Vergütung für 2024 wurde um 30 Prozent gekürzt, sagte Commerzbank-Aufsichtsratschef Jens Weidmann auf der Hauptversammlung der Bank am Mittwoch (20.5.). Das entspreche einer Kürzung um 500.000 Euro. Weidmann antwortete damit auf eine Investorenfrage zu einem Treffen zwischen Knof und Orcel im September 2024. Die Unicredit hatte wenige Wochen zuvor einen Anteil an der deutschen Wettbewerberin offengelegt und erklärt, eine Übernahme zu prüfen.

Orlopp wusste nach eigenen Angaben nichts von Treffen
Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp, die Knof Anfang Oktober 2024 abgelöst hatte und zuvor Finanzvorständin war, erklärte, sie habe zum damaligen Zeitpunkt nichts von dem Treffen gewusst.

Die Commerzbank hatte im vergangenen Jahr mitgeteilt, Knof für 2024 eine Gesamtvergütung von 5,8 Millionen Euro gewährt zu haben. Damit wäre er der bestbezahlte Vorstandsvorsitzende in der Geschichte des Instituts gewesen. Das Paket umfasste auch Zahlungen von 2,4 Millionen Euro für 2025 und 2026, nachdem er einem vorzeitigen Ausscheiden vor dem vertraglichen Ende seiner Amtszeit zugestimmt hatte. (mb/Bloomberg)

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