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Standard Life Aberdeen fokussiert sich nur mehr aufs Asset Management

Nach rund 200 Jahren macht Standard Life Schluss mit Versicherungen. Die mittlerweile als Standard Life Aberdeen firmierende Gesellschaft verkauft den Bereich an die Phoenix Group. Damit haben auch deutsche Kunden einen neuen Vertragspartner.

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© Frank Täubel / stock.adobe.com

Standard Life Aberdeen verkauft das Lebensversicherungsgeschäft und wird künftig als 100-prozentiger Asset Manager auftreten. Die Versicherungssparte mit Assets im Wert von 166 Milliarden Pfund (186 Mrd. Euro) geht an den Finanzdienstleister Phoenix Group, der in der Vergangenheit schon den Versicherer Abbey Life von der Deutsche Bank übernommen hatte und auch als Run-off-Plattform agiert. Der Kaufpreis liegt bei rund 3,2 Milliarden Pfund (3,7 Mrd. Euro). Standard Life Aberdeen erhält außerdem einen Anteil von 19,99 Prozent an der Phoenix Group und einen Sitz im Vorstand. Die beiden Unternehmen streben nach eigenen Angaben eine langfristige strategische Partnerschaft an. So soll Standard Life Aberdeen der bevorzugte Asset Manager des Lebensversicherers werden.

Der erst im Vorjahr durch die Fusion von Aberdeen Asset Management und Standard Life entstandene Finanzdienstleister möchte mit dem Schritt nach eigenen Angaben sein Geschäftsmodell ändern. Der Fokus liegt nun vollständig auf dem nicht kapitalintensiven Fondsgeschäft. Berichten der "Financial Times" (FT) zufolge planten die Führungskräfte die Kursänderung und den Verkauf der Versicherungssparte schon länger. Das geht auch aus dem Kommentar von Gerry Grimstone, dem Aufsichtsratsvorsitzenden von Standard Life Aberdeen, zum Verkauf hervor: "Diesen Prozess haben wir 2010 mit dem Verkauf der Standard Life Bank gestartet und mit dem Verkauf unseres Kanadageschäfts sowie der Fusion von Standard Life und Aberdeen Asset Management im vergangenen Jahr fortgeführt."

Der Finanzdienstleister hatte im vergangenen Jahr bereits mit der Lloyds Group und deren Assekuranz-Tochter Scottish Widows über den Verkauf des Versicherungsgeschäfts verhandelt. Die Gespräche wurden aber ohne Einigung beendet. Bemerkenswert ist aber, dass Scottish Widows erst vor einer Woche die Kooperation mit Aberdeen Standard Life über die Verwaltung von 109 Milliarden Pfund (122 Milliarden Euro) beendet hatte. Als Begründung gab Scottish Widows an, dass man seine Assets nicht von einem Mitbewerber verwalten lassen wolle. Das ändert sich nun – vielleicht kommt es wieder zu einer Zusammenarbeit. (jb)

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