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Sparkassen in Westfalen: 700 Millionen Euro an Abschreibungen drohen

Die Sparkassen in Westfalen schätzen den Abschreibungsbedarf aufgrund von temporären Buchverlusten bei ihren Anleihebeständen auf rund 700 Millionen Euro. Sofern die Bestände bis Laufzeitende gehalten werden, könnten aus den Abschreibungen jedoch wieder Zuschreibungen werden.

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© EKH-Pictures / stock.adobe.com

Die 54 Sparkassen in Westfalen-Lippe sehen für dieses Jahr einen möglichen Abschreibungsbedarf auf ihre Wertpapier-Eigenanlagen von 700 Millionen Euro. Das erklärte ein Sprecher des dortigen Sparkassenverbands Anfang dieser Woche gegenüber Bloomberg.

Zinswende hinterlässt Spuren in allen Bankenbilanzen
Die Sparkassen in Westfalen-Lippe folgen mit ihrer Einschätzung ähnlichen Warnungen der Sparkassenverbände in Bayern und Baden-Württemberg. Diese hatten in den vergangenen Wochen für ihre Verbandsgebiete ebenfalls jeweils von mehreren hundert Millionen Euro an möglichem Abschreibungsbedarf gesprochen.

Die Abschreibungen gehen größtenteils auf festverzinsliche Wertpapiere zurück, die wegen der gestiegenen Zinsen aktuell weniger wert sind. Weil viele Sparkassen mehr Kundeneinlagen haben, als sie Kredite vergeben können, investieren die Institute traditionell einen Teil ihrer überschüssigen Mittel selbst am Kapitalmarkt.

Derzeit nur Buchverluste
Die Sparkassen rechnen damit, dass die Abschreibungen primär temporär sind, da die Festverzinslichen gehalten würden und der volle Betrag dann am Ende der Laufzeit zurückgezahlt werde. Aus den heutigen Abschreibungen könnten dann künftige Zuschreibungen werden.

Inflation sorgt für steigende Kreditnachfrage
Die hohe Inflation hat über Zinserhöhungen nicht nur Auswirkungen auf den Wert gehaltener Festverzinslicher, sondern auch auf das Kreditgeschäft mit Firmenkunden. Weil die Kosten für Produktion und Betriebsmittel anziehen, steigt der Kreditbedarf. Das Neugeschäft der Sparkassen in Westfalen-Lippe mit Firmenkunden kletterte im ersten Halbjahr um 23 Prozent auf fast acht Milliarden, wie der Verband am Montag ebenfalls mitteilte. (aa)

 

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