Logo von Institutional Money
| Vermischtes

So will Uniper vom Rechenzentren-Boom profitieren

Die vor wenigen Jahren in finanzielle Schieflage geratene Uniper will ein paar ihrer Standorte an Entwickler von Rechenzentren verkaufen oder verpachten und damit am KI-Boom mitnaschen.

© nmann77 / stock.adobe.com

Eckpunkte:

  • Uniper will Standorte an Entwickler von Rechenzentren abtreten
  • Diese ausgewählten Standorte bieten große Vorteile, wie zum Beispiel ausreichend Fläche und jedenfalls einen guten Stromanschluss
  • Uniper hat aber noch weitere gute Nachrichten

Uniper hat mehr als zehn Standorte in Europa identifiziert, die für die Entwicklung von Rechenzentren verkauft oder verpachtet werden könnten. Der Versorger will damit von der stark steigenden Nachfrage nach KI-Infrastruktur profitieren. Darüber berichtet "Bloomberg News".

Das Portfolio umfasst laut einer am Dienstag veröffentlichten Präsentation vier Standorte in Großbritannien, drei in Deutschland, zwei in Schweden und einen in den Niederlanden. Drei der Projekte befinden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.

Uniper will seine Attraktivität für Investoren steigern
Der Bund bereitet sich darauf vor, seine Beteiligung nach der milliardenschweren Rettung des Unternehmens während der Energiekrise 2022 zu reduzieren.

Wie andere europäische Versorger will Uniper vom Boom bei Rechenzentren profitieren. Dafür sollen ehemalige Kraftwerke für fossile Brennstoffe verkauft oder verpachtet werden. Sie bieten große Industrieflächen und bestehende Netzanschlüsse und können zugleich dazu beitragen, den wachsenden Strombedarf der Branche zu decken.

Mitbewerber RWE hat im vergangenen Jahr ein ehemaliges Kohlekraftwerk in Großbritannien an Amazon.com verkauft. Der Versorger hat zudem mehr als zehn Standorte in Europa identifiziert, die entwickelt und verkauft werden könnten.

Gute Nachrichten betreffend die Gaseinlagerung
Unabhängig davon teilte Uniper mit, dass die Gasspeicher im zweiten Quartal vor dem Winter schneller wieder aufgefüllt wurden. Damit hat sich die Lage gegenüber den niedrigen Füllständen in den ersten drei Monaten des Jahres verbessert.

Deutschland bleibt dennoch hinter dem übrigen Europa zurück. Das Land verfügt über Europas größte Gasspeicherkapazität. Seine Speicher waren zu etwas mehr als 48 Prozent gefüllt, verglichen mit einem europäischen Durchschnitt von 59 Prozent. (aa)

Diese Seite teilen

Weitere Inhalte aus der Redaktion