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So performte die größte Schweizer Pensionskasse Publica 2017

Die Pensionskasse des Schweizer Bundes Publica hat vergangenes Jahr von steigenden Aktienkursen, insbesondere in den Schwellenländern, profitiert und dadurch durchaus ansprechende Renditen erzielt. Darüber hinaus konnten auch die Verwaltungskosten reduziert werden.

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© Brown / stock.adobe.com

Die größte Pensionskasse der Schweiz blickt laut eigenen Angaben auf ein überdurchschnittlich gutes Anlagejahr 2017 mit einer Netto-Gesamtrendite von 6,75 Prozent (2016: 5,06 Prozent) und einem Gesamtdeckungsgrad von 107,1 Prozent (Vorjahr 102,9 Prozent) zurück. Keines der 20 Vorsorgewerke befand sich per Ende 2017 in Unterdeckung. Darüber berichtet die Pensionskasse des Bundes Publica auf ihrer Webseite.

Aktien-Engagements zahlten sich aus
Der Sammeleinrichtung Publica sind aktuell 13 offene und 7 geschlossene Vorsorgewerke angeschlossen. Während die offenen Vorsorgewerke (verfügbares Vermögen: 35,8 Mrd. CHF.) sowohl aus aktiven Versicherten als auch aus Rentenbeziehenden bestehen, weisen die geschlossenen Vorsorgewerke (verfügbares Vermögen: 3,6 Mrd. CHF.) ausschließlich Rentnerbestände auf. Um die ungleiche Risikofähigkeit der beiden Gruppen angemessen berücksichtigen zu können, verfolgt Publica bei der Bewirtschaftung ihrer Anlagevermögen unterschiedliche Anlagestrategien.

Wie einem Bericht der „NZZ“ zu entnehmen ist, performten die offenen Versorgungswerke letztes Jahr mit 7,14 Prozent, währen die geschlossenen Versorgungswerke, die keine Beitragszahler mehr haben, aufgrund ihrer defensiveren Anlagestrategie mit 3,31 viel niedriger.

Die Hauptgründe für die laut Publica „starke Gesamtperformance 2017 beider Anlagestrategien“ seien rentable Investitionen in den Industrieländern und in den Schwellenländern. Die Schwellenländer rentierten 2017 mit knapp 30 Prozent (Aktien) bzw. rund elf Prozent (Staatsanleihen in lokalen Währungen) außerordentlich gut. Gewichtet betrug der Performancebeitrag der Schwellenländer an die Gesamtperformance von Publica 2017 knapp drei Prozent. Die Investitionen in den Industrieländern leisteten mit knapp 2,9 Prozent den zweitgrößten Performancebeitrag.   

Verwaltungskosten reduziert
Die Verwaltungskosten pro versicherte und rentenbeziehende Person konnten 2017 weiter reduziert werden und betragen noch 170 Franken. Die Kostenprämien können dadurch weiter gesenkt werden. Die gesamten Vermögensverwaltungskosten konnten mit 0,20 Prozent der Vermögensanlagen auf tiefem Niveau gehalten werden. (Der oft verglichene TER-Aufwand beträgt dabei 0,11 Prozent). 

Anpassung der technischen Parameter
Oberstes Ziel von Publica sei es laut eigenen Angaben, ihren finanziellen Verpflichtungen gegenüber den Versicherten und Rentenbeziehenden nachzukommen. Um dieses Ziel trotz anhaltend tiefem Zinsumfeld, steigender Lebenserwartung und gesunkenen Renditeerwartungen langfristig erreichen zu können, setzt Publica auf realistische technische Parameter. So werden per 1. Januar 2019 der technische Zinssatz der offenen Vorsorgewerke auf 2,0 Prozent (bisher 2,75 Prozent) und derjenige der geschlossenen Vorsorgewerke auf 1,25 Prozent (bisher 2,25 Prozent) gesenkt. Der Umwandlungssatz beträgt per 1. Januar 2019 im Alter von 65 Jahren neu 5,09 Prozent (bisher 5,65 Prozent). Zudem vollzieht Publica im Rahmen der Anpassung der technischen Parameter den Wechsel auf die Rechnungsgrundlagen BVG 2015 in Periodentafeln.

Einschleifregelung
Da es sich bei der Senkung des Umwandlungssatzes im Alter von 65 Jahren um eine einschneidende Maßnahme handelt, hat die Kassenkommission den Vorsorgewerken Mindestanforderungen zur Abfederung der negativen Auswirkungen auf die Renten der Übergangsgeneration (ab Alter 60) vorgegeben. Der ab 1. Januar 2019 um zehn Prozent tiefere Umwandlungssatz wird dadurch faktisch erst ab 2024 voll wirksam. Die einzelnen Vorsorgewerke haben darüber hinaus weitere Abfederungsmaßnahmen für ihre Versicherten beschlossen. „Ob bis zu jenem Zeitpunkt der gesetzliche Mindest-Rentenumwandlungssatz von zurzeit schwindelerregenden 6,8 Prozent angepasst sein wird, steht in den Sternen; da die Rentenreform 2020 Schiffbruch erlitten hat, staut sich der Reformbedarf weiter an, und es wird viel Substanz zulasten der jungen Aktiven umverteilt“ moniert die „NZZ“ in einem Bericht. (aa)

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