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So kam der BVV durch das letzte Jahr

Der BVV erzielte im Geschäftsjahr 2018 ein laut eigenen Angaben „respektables Ergebnis“. Immerhin konnten wichtige Kennzahlen gesteigert werden. So erzielte der BVV Pensionsfonds beispielsweise ein substanzielles Beitragswachstum und übersprang eine wichtige Marke.

Rainer Jakubowski, Mitglied des BVV-Vorstandes
Rainer Jakubowski, Mitglied des BVV-Vorstandes
© BVV

„Das Finanzmarktjahr 2018 war ein extrem schwieriges. Im Ergebnis spiegeln sich die größten Verluste an den Aktienmärkten seit der Finanzkrise wider. Politische Turbulenzen, einhergehend mit steigender Volatilität, brachten die Unsicherheit an die Kapitalmärkte zurück und bremsten die Konjunktur weltweit“, erläuterte Rainer Jakubowski, Mitglied des Vorstandes, im Rahmen der Mitgliederversammlungen am 5. Juli 2019 in Berlin. „Umso erfreulicher ist es, dass der BVV dennoch seine Finanzkraft stärken und ein akzeptables Ergebnis erzielen konnte.“

Vor diesem Hintergrund erzielte der BVV laut eigener Aussage „erneut ein respektables Ergebnis“. Die verdienten Beiträge lagen im Geschäftsjahr 2018 mit 1,2 Milliarden Euro deutlich über dem Vorjahresniveau. Das Eigenkapital erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 22,2 Millionen Euro. Die Verlustrücklage wurde mit 88,3 Millionen Euro dotiert, insbesondere auch um der im Niedrigzinsumfeld zwangsläufig erhöhten Volatilität der Kapitalanlagen Rechnung zu tragen. Die Bilanzsumme des Branchenversorgungswerks der Banken und Finanzdienstleistungsinstitute stieg im vergangenen Geschäftsjahr um 1,3 Milliarden Euro auf 29,8 Milliarden Euro.

Bessere Kennzahlen
Das Eigenkapital des BVV konnte im Geschäftsjahr 2018 erhöht werden. Die prozentuale Eigenkapitalquote beträgt 6,6 Prozent und liegt damit weiter deutlich über der geforderten Mindesteigenkapitalausstattung von 4,5 Prozent. Die Nettoverzinsung lag mit 3,1 Prozent oberhalb der Durchschnittsverzinsung, da hier zusätzliche Erträge in Form von Abgangsgewinnen und Zuschreibungen realisiert wurden. Der BVV habe damit insgesamt, vor dem Hintergrund der schwierigen Kapitalmarktverhältnisse 2018, ein respektables Ergebnis erzielt.

Weiterhin steigende Beitragseinnahmen
Die verdienten Beiträge stiegen im abgelaufenen Berichtsjahr von 696 Millionen Euro auf 1.193 Millionen Euro. In diesem Betrag sind die von der BVV Versorgungskasse gezahlten Rückdeckungsbeiträge sowie die Einmalbeiträge des BVV Pensionsfonds aus den rückgedeckten Pensionsplänen enthalten.

Substanzielles Beitragswachstum des BVV Pensionsfonds
Der deutliche Beitragsanstieg ist auf das Übertragungsgeschäft des Pensionsfonds zurückzuführen, aus dem 542 Millionen Euro Einmalbeiträge gebucht wurden. „Dies bedeutet für den BVV einen großartigen Erfolg, da die Einmalbeiträge ausschließlich in die neue Tarifgeneration fließen und dies zu einer Reduzierung des Bestandsrechnungszinses führt“, betonte Jakubowski. Mit der Ausfinanzierung von Direktzusagen konnte das Anlagevolumen des BVV Pensionsfonds auf knapp eine Milliarde Euro gesteigert werden. „Die anhaltende Niedrigzinsphase beeinträchtigt intern finanzierte Modelle. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, angesichts der dauerhaft niedrigen Zinsen, mit den zugeführten Rückstellungen ihre Pensionsverpflichtungen auch tatsächlich decken zu können“, so Dr. Helmut Aden, Mitglied des Vorstandes des BVV. „Daher steht der BVV seinen Mitgliedsunternehmen zur Bewältigung dieser Herausforderungen als starker Partner zur Seite.“

Verwaltungskosten reduziert
Infolge des substanziellen Beitragswachstums ist der Verwaltungskostensatz gemessen an den Beitragseinnahmen deutlich zurückgegangen. Er lag nach 1,3 Prozent im Vorjahr zum Jahresende 2018 bei vergleichsweise niedrigen 0,8 Prozent. (aa)

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