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SLA: Martin Gilbert tritt ins zweite Glied, Keith Skeoch führt alleine

Gerade einmal anderthalb Jahre haben sie es miteinander ausgehalten. Nun ist das Führungsduo aus Martin Gilbert und Keith Skeoch Geschichte bei Standard Life Aberdeen. Gilbert wechselt in den Aufsichtsrat, wo er aber weiter eine entscheidende Rolle spielen soll.

Keith Skeoch
Keith Skeoch wird alleiniger Vorstandschef von SLA
© Standard Life

Standard Life Aberdeen (SLA) hat seine Führungsmannschaft umgebaut. Co-Vorstandschef Martin Gilbert tritt von seinem Posten zurück und wird "Vice-Chairman" des Vermögensverwalters, der 2017 aus dem Schulterschluss der beiden schottischen Finanzdienstleister Standard Life und Aberdeen Asset Management entstanden ist. Gilberts Kollege Keith Skeoch wird damit alleiniger Vorstandschef von SLA. Das geht aus einer Aussendung des Vermögensverwalters hervor.

Demnach soll der Wechsel an der Führungsspitze dafür sorgen, dass Entscheidungen schneller gefällt werden können, "um die nächsten Stufen des Transformations- und Umbau-Programms umsetzen zu können." Gilbert soll dazu in seiner neuen Position im Aufsichtsrat beitragen, wo er aber im Vergleich zu seinen deutschen Pendants wesentlich mehr Einfluss und Verantwortung hat: Sein Job werde künftig vor allem darin bestehen, wichtige Kunden zu halten und neue zu gewinnen.

Unterschiedliche Führungsstile
Die Entscheidung kommt letztlich nicht ganz überraschend, obwohl Gilbert und Skeoch 2017 nach der Fusion ihrer beiden Gesellschaften sagten, dass sie den neuen Konzern "noch lange" gemeinsam lenken wollen. SLA erlitt im zweiten Halbjahr 2017 nach der Fusion Mittelabflüsse von 16,6 Milliarden britischen Pfund (18,5 Milliarden Euro) aus den Fonds des Hauses. Das verwaltete Vermögen sank damit per Ende Dezember 2017 auf 610,1 Milliarden Pfund (711 Mrd. Euro). Der Exodus setzte sich nach Angaben der "Financial Times" 2018 fort. In Summe 40,9 Milliarden Pfund (47,7 Mrd. Euro) zogen Anleger ab, sodass der Fondsriese nur noch 551,5 Milliarden Pfund (643 Euro) zu Ende 2018 verwaltete. Diese schwache Performance führten Beobachter nicht ausschließlich, aber auch auf die Doppelspitze zurück, da Skeoch und Gilbert, der zuvor mehr als 30 Jahre an der Spitze von Aberdeen Asset Management stand, unterschiedliche Führungsstile haben.

Neben der Änderung an der Spitze gab der Finanzdienstleister noch weitere Personalentscheidungen bekannt. Finanzchef Bill Rattray, der zuvor 34 Jahre bei Aberdeen war, wird Ende Mai aufhören. Seine Nachfolgerin ist Stephanie, die von der Unternehmensberatung PWC wechselt. Außerdem tritt Richard Mully, der seit 2017 Aufsichtsrat ist, zurück. (jb)

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