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Scope bekommt Stiftung als Teilhaberin

Eine der größten deutschen Stiftungen investiert in die europäische Ratingagentur. Der Einkauf von Reputation ist Teil der Strategie, zu wachsen und den US-amerikanischen Rivalen die Stirn zu bieten.

Florian Schoeller, Gründer und Geschäftsführer der Scope Group
Florian Schoeller, Gründer und Geschäftsführer der Scope Group
© Tim Flavor / Institutional Money

Die RAG-Stiftung hat sich an der Ratingagentur Scope beteiligt. Das Engagement, über dessen Höhe Scope mit Verweis auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung keine Angaben machen möchte, ist Bestandteil einer Finanzierungsrunde, mit der der Ausbau einer europaweiten Marktabdeckung vorangetrieben werden soll. "Scope ist ein Wachstumsunternehmen, das sich schrittweise in einem Markt etabliert, der vom Vertrauen der Investoren lebt", sagt Florian Schoeller, Gründer und Geschäftsführer der Scope Group.

Unternehmen mit guter Reputation an Scope zu beteiligen, ist Teil der Wachstumsstrategie: Neben der RAG-Stiftung und einigen Versicherungen, darunter HDI und Signal Iduna, die Anfang dieses Jahres eingestiegen sind, ist seit 2015 BMW-Großaktionär Stefan Quandt über seine Beteiligungsgesellschaft Aqton an Scope beteiligt. 2016 hatte Scope ihren hiesigen Konkurrenten, die Feri Eurorating Services, übernommen.

Eine europäische Alternative zu S&P und Moody’s
Erklärtes Ziel von Scope ist es, eine europäische Alternative zu den US-amerikanischen Ratingagenturen S&P und Moody’s zu etablieren. Dafür hat Scope in den vergangenen Jahren rund 70 Millionen Euro aufgewendet. Mit dem nun dazugewonnenen Kapital soll vorrangig der Sektor Corporate Ratings ausgebaut und in die Digitalisierung der Dienstleistungen investiert werden. (tw)

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