Schweizer Asset Manager macht Deutschlandtochter zur Vertriebseinheit
Die Bellevue Asset Management Deutschland managt keine Fonds mehr. Das Management der Portfolios wechselt zur Mutter in Zürich. Die deutsche Gesellschaft, die unter anderem aus der Starcapital entstand, verantwortet künftig nur noch den Vertrieb der Fonds.

Die Schweizer Fondsgesellschaft Bellevue Asset Management baut ihre interne Struktur um. Im Zuge dessen wurden die bisher von der deutschen Tochter Bellevue Asset Management Deutschland, die in Teilen auf der ehemaligen Starcapital beruht, gemanagten Fonds und Mandate auf die Mutter in Zürich übertragen. Die Bellevue Asset Management Deutschland wird damit zur reinen Vertriebsgesellschaft, wie der Vermögensverwalter in einer Ad-hoc-Mitteilung anlässlich der Veröffentlichung der Halbjahresresultate 2025 schreibt.
Damit geht die wechselvolle Geschichte der deutschen Gesellschaft weiter. Sie war 1996 als Starcapital von Peter E. Huber gegründet worden. 20 Jahre später verkündete der Finanzprofi den Verkauf an die Bellevue-Gruppe. Ende 2018 zog sich Huber aus der Starcapital zurück, nur um 2020 mit dem in Bad Homburg ansässigen Vermögensverwalter Taunus Trust wieder ins Fondsgeschäft zurückzukehren.
Ab 2022 Bellevue Asset Management Deutschland
Im Jahr 2022 wurde Starcapital dann mit den deutschen Einheiten der Bellevue-Gruppe verschmolzen, alle Management- und Vertriebsaktivitäten wurden unter einem Dach am Standort in Frankfurt am Main zusammengeführt. Im Zuge der Eingliederung bekamen auch alle Fonds einen neuen Namen und firmieren seitdem als Bellevue-Portfolios. (jb)