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Schutzmaßnahme: JP Morgan überwacht Arbeitszeiten junger Banker

JP Morgan testet ein neues Tool gegen Überlastung im Investmentbanking. Digitale Aktivität soll helfen, die tatsächliche Arbeitsbelastung besser zu verstehen – ohne Einfluss auf Bewertungen.

© Brian / stock.adobe.com/KI-generiert

Eckpunkte:

  • Junge Professionals bei JP Morgan Chase werden zukünftig hinsichtlich ihrer Arbeitszeiten besser überwacht
  • Das soll Überarbeitung reduzieren

Die US-Großbank JP Morgan Chase hat ein Programm gestartet, um Überlastung bei ihren Nachwuchs-Investmentbankern zu verhindern. In einem Pilotprojekt will die Bank die von den Bankern angegebenen Arbeitsstunden mit deren digitaler Aktivität abgleichen, berichtet "Bloomberg" unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Das Instrument werde nicht zu Bewertungszwecken eingesetzt, sondern solle eine genauere Einschätzung der Arbeitsbelastung der Mitarbeiter ermöglichen, so der Insider.

Fokus auf Transparenz statt Kontrolle
"Ähnlich wie die wöchentlichen Bildschirmzeit-Zusammenfassungen auf einem Smartphone geht es bei diesem Tool um Bewusstsein – nicht um Durchsetzung", erklärte ein Sprecher von JP Morgan in einer Stellungnahme. "Es soll Transparenz und Wohlbefinden fördern sowie offene Gespräche über die Arbeitsbelastung anregen."

Das Programm werde die wöchentliche digitale Nutzung überwachen, einschließlich Videokonferenzen, Tastatureingaben am Desktop und geplanter Meetings, berichtete zuvor die "Financial Times". JP Morgan plane zudem, das Vorhaben auf weitere Bereiche des Investmentbankings auszuweiten.

Banken an der Wall Street sind für lange Arbeitszeiten bekannt, bieten im Gegenzug jedoch Gehälter von bis zu 200.000 US-Dollar für Einstiegspositionen wie Analysten und Associates. (mb/Bloomberg)

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