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Schroders setzt sich durch

Das britische Traditionshaus hat von Funding Solutions Deutschland (FSD) ein Mandat als externer Anlagemanager für die Verwaltung der Vermögenswerte einer Rentnergesellschaft erhalten. Gleich mehrere Gründe sorgten für diesen Mandatsgewinn.

Alexander Prawitz, Schroders, betont: „Die Mandatierung von FSD freut uns sehr und positioniert uns prominent in dem noch jungen, stark wachsenden Pension-Buyout-Markt in Deutschland."
Alexander Prawitz, Schroders, betont: „Die Mandatierung von FSD freut uns sehr und positioniert uns prominent in dem noch jungen, stark wachsenden Pension-Buyout-Markt in Deutschland."© Schroders

Schroders wurde von Funding Solutions Deutschland (FSD), der führenden Konsolidierungsplattform für die Übernahme von Pensionsverpflichtungen in Deutschland, für die Verwaltung der Vermögenswerte einer Rentnergesellschaft als externer Anlagemanager (Outsourced Chief Investment Officer, OCIO) mandatiert. Darüber informiert der Asset Manager per Aussendung. Auf Anfrage von "Institutional Money" wollte Schroders jedoch keine Angaben über die Höhe dieses Mandats machen.

CDI-Strategie
Die Briten werden im Rahmen des OCIO-Mandats eine ganzheitliche Cashflow-Driven-Investment („CDI“) - Strategie für das Auszahlungsprofil der Verbindlichkeiten implementieren, um die zukünftigen Zahlungsverpflichtungen der Rentnergesellschaft möglichst präzise durch Zins- und Nominalrückzahlungen bedienen zu können.

Der Auftrag von FSD ist laut Angaben von Schroders auf die hauseigene Innovationsstärke im Bereich maßgeschneiderter CDI-Anlagelösungen sowie die Expertise als ganzheitlicher OCIO für deutsche Pensionsverbindlichkeiten zurückzuführen.

Anleihen und Infrastruktur
Im Rahmen der Anlagelösung kombiniert Schroders liquide festverzinsliche Anlageklassen, wie zum Beispiel Staats- und Unternehmensanleihen, mit Privatmarktanlagen, darunter zum Beispiel Infrastrukturfinanzierungen, welche ebenfalls eine vergleichsweise hohe Planbarkeit der zukünftigen Zahlungsströme aufweisen.

Ein stringentes Risikomanagement adressiert die Wiederanlagerisiken der CDI-Strategie über ein dediziertes Derivateportfolio („Liability Driven Investment“ bzw. LDI).

Risiken unter Kontrolle
Ausschlaggebend für die Mandatierung war der risikokontrollierte Ansatz, welcher das Bedienen sämtlicher Versorgungsleistungen in den Vordergrund rückt, sowie die Integration eines umfassenden Investmentuniversums unter Berücksichtigung liquider und illiquider Anlagen in der CDI-/LDI-Lösung.

Auf Basis der langjährigen Expertise in der Strukturierung verbindlichkeits- und cashfloworientierter Anlagelösungen sowie der Erfahrung bei der Umsetzung für deutsche Betriebsrententräger konnte Schroders eine maßgeschneiderte Lösung für die von FSD verwaltete Rentnergesellschaft entwickeln.

Magnus Schmagold, Co-Gründer und Geschäftsführer von Funding Solutions Deutschland, erklärt: „Für Rentnergesellschaften steht die Sicherung sämtlicher Versorgungsleistungen mit dem übertragenen Vermögen an erster Stelle. Die von Schroders entwickelte Lösung stellt die dazu passende Anlagephilosophie dar, die ein breites Anlageuniversum nutzt, Forced-Selling-Risiken vermeidet und einen klaren De-Risking-Pfad von Implementierung an aufzeigt.“

Governance-Strukturen und Individualisierungsmöglichkeiten
Moritz Jonas, Spezialist für betriebliche Altersvorsorge bei Schroders, ergänzt: „Aufgrund des Renteneintritts der geburtenstarken Jahrgänge wird zukünftig eine zunehmende Anzahl von Pensionsplänen mit steigenden Rentenauszahlungen konfrontiert. Durch CDI-Strategien können wesentliche Risikofaktoren der Auszahlungsphase vermieden werden. Gleichzeitig wird der demografische Wandel auch zunehmend Druck auf den Arbeitsmarkt und die Verfügbarkeit von Fachkräften für Pensionseinrichtungen ausüben. Die Auslagerung der Kapitalanlage durch ein OCIO-Modell bietet Governance-Strukturen und Individualisierungsmöglichkeiten, um Delegationsentscheidungen auf die besonderen Bedürfnisse der Pensionseinrichtungen auszurichten.“ (aa)

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