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Russlandanleihen: Goldman und JP Morgan steigen aus, Pimco loyal

Zwei große Wall-Street-Banken ziehen sich aus dem Handel mit russischen Anleihen zurück. Denn jüngst hatte die US-Regierung überraschend angekündigt, US-Investoren den Erwerb solcher Vermögenswerte zu verbieten. Pimco warnt hingegen davor, dass das Verbot institutionelle Investoren schädigt.

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© Mi.Ti. / stock.adobe.com

Großanlegern mit Exposure oder gar Interesse an den vielen preislich "ausgebombten" russischen (Staats-)Anleihen könnte die Entscheidung der US-Politik, den Handel zu verbieten, teuer kommen. Wie laut Bloomberg News am Markt zu hören ist, arrangierten JPMorgan Chase & Co. und Goldman Sachs Group noch in diesem Monat den Ausstieg aus russischen Bonds, für Kunden, die verkaufen wollten. Nachdem das Office of Foreign Assets Control mitteilte, dass US-Investoren der Kauf solcher Papiere nicht mehr erlaubt ist, hat sich JPMorgan nach Angaben einer darüber informierten Person aus dem Geschäft zurückgezogen. 

Auch Goldman Sachs hat einem Banksprecher zufolge solche Transaktionen gestoppt. “In Übereinstimmung mit den aktualisierten OFAC-Richtlinien und dem Abbau der Aktivitäten von Goldman Sachs in Bezug auf Russland wird das Unternehmen bestimmte kundenbezogene Market-Making-Aktivitäten in Bezug auf russische Unternehmen nicht mehr durchführen”, hieß es in einer Mitteilung der Bank.

Eingriff in die Privatautonomie
Zur Erinnerung: Am 6. Juni 2022 hatte das Finanzministerium in Washington die Finanzsanktionen gegen Russland verschärft. Amerikanischen Marktteilnehmern ist es nun untersagt, Schuldtitel und Aktien zu kaufen, die von russischen Körperschaften ausgegeben wurden. Die vorherigen Bestimmungen hatten Handelshäusern wie Goldman Sachs und JPMorgan noch ermöglicht, ihren Kunden beim Ankauf billiger russischer Schuldtitel auf dem Sekundärmarkt zu helfen, die andere Investoren eilig abstoßen wollten. 

Pimco denkt an die Investoren und die Leistungs- und Anspruchsberechtigten
Vor den Auswirkungen der strengen Sanktionen hat indes Pacific Investment Management Co, alias Pimco, gewarnt. Führungskräfte informierten dem Bloomberg-Bericht zufolge das US-Finanzministerium über Verluste, die US-Pensionsfonds erleiden würden, wenn die Fondsmanager gezwungen wären, ihre russischen Bestände abzuschreiben.

Pimco wies demnach auch darauf hin, dass ein russischer Zahlungsausfall es Präsident Wladimir Putin ermöglichen würde, Devisenreserven zu behalten, die andernfalls an die Gläubiger gezahlt worden wären, wodurch er mehr Finanzmittel für seine Kriegsanstrengungen hätte, sagten die Personen.

Pimco hatte in seinem größten Fonds, dem 124 Milliarden Dollar (119 Milliarden Euro) schweren Income Fund, russische Staatsanleihen im Gegenwert von etwa 1,8 Milliarden Dollar sowie ein Engagement in Form von Credit-Default-Swaps, wie aus dem im letzten Monat veröffentlichten Bericht über die Bestände im ersten Quartal hervorgeht. Zum Jahresende verwaltete Pimco insgesamt 2,2 Billionen Dollar.

“Pimco hat - in Anbetracht seiner treuhänderischen Verpflichtung gegenüber seinen Kunden - mit dem US-Finanzministerium zusammengearbeitet, um einige der wichtigsten Konsequenzen eines Zahlungsausfalls Russlands zum Ausdruck zu bringen”, erklärte ein Pimco-Sprecher. (aa)

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