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Robeco beteiligt sich an Investoreninitiative zum Schutz des Amazonas

Robeco schließt sich mit weiteren globalen Investoren zusammen, um die Rodung des brasilianischen Regenwaldes zu stoppen. Unternehmen, die Produkte aus dem Amazonasgebiet beziehen, sollen sicherstellen, dass ihre Lieferketten nicht an einer Abholzung beteiligt sind.

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© Smith / stock.adobe.com

Robeco beteiligt sich an einer Investoreninitiative zum Schutz des brasilianischen Regenwaldes. Die Tochter von Orix Corporation Europe N.V. berät die für das Thema Waldrodung zuständige Arbeitsgruppe der United Nations’ Principles for Responsible Investment (PRI). Als Reaktion auf die Brände im Amazonas haben mehr als 200 Investoren eine Erklärung unterzeichnet, die sich an Unternehmen richtet, die an der Soja- und Rinderproduktion in Brasilien und anderen südamerikanischen Ländern beteiligt sind.

Ausbau der heimischen Landwirtschaft wird vom Westen verteufelt
Im brasilianischen Regenwald wurde zuletzt - wie Robeco schreibt - eine Rekordzahl an Bränden gezählt. Viele von ihnen wurden absichtlich gelegt, um das Land für Viehzucht oder Landwirtschaft nutzbar zu machen. Ein Großteil der auf diesen Flächen gezüchteten Rinder oder des dort angepflanzten Sojas wird in der westlichen Lebensmittelproduktion verwendet oder landet in Restaurants und Supermärkten. Das Amazonasgebiet gilt als die Lunge der Welt, die Milliarden Tonnen Kohlendioxid aus der Atmosphäre filtert und 20 Prozent des globalen Sauerstoffs produziert.

Kampf gegen die Abnutzung
„Schritte gegen die Abholzung sind der sinnvollste und kostengünstigste Weg, um dem Klimawandel entgegenzuwirken“, sagt Peter van der Werf (Bild links), Experte für verantwortungsvolle Kapitalanlage bei Robeco. „Zudem bilden sie ein entscheidendes Element des von der PRI entwickelten Maßnahmenplans, um das im Pariser Klimaabkommen festgelegte Ziel der globalen Erwärmung von 1,5 Grad zu erreichen.“

„Im nächsten Schritt möchte die Investoreninitiative konkrete Gespräche mit Unternehmen aufnehmen. Darin sollen Möglichkeiten diskutiert werden, wie die betreffenden Gesellschaften ihre Geschäftsmodelle ändern können, um eine weitere Abholzung zu verhindern“, so van der Werf.

Investoren fordern mehr Berichterstattung
Die aktuelle Investorenerklärung fordert die Unternehmen zu einem klaren Bekenntnis auf, sowohl im Rahmen ihrer eigenen Tätigkeit, als auch innerhalb ihrer Lieferketten, auf Abholzungen zu verzichten. Folgende vier Punkte werden von den Unternehmen verlangt:

  1. Einführung, Umsetzung und Veröffentlichung rohstoffspezifischer Richtlinien, die auf Abholzung verzichten. Dazu zählen quantifizierbare und zeitlich festgelegte Verpflichtungen, die die gesamte Lieferkette und die Beschaffungsregionen abdecken.
  2. Überprüfung der eigenen Betriebsabläufe und der Lieferketten auf Rodungsrisiken und Begrenzung dieser Risiken auf das geringstmögliche Niveau. Zusätzlich Offenlegung dieser Informationen.
  3. Aufbau eines transparenten Überwachungs- und Kontrollsystems, das sicherstellt, dass auch Zuliefererbetriebe die Unternehmensrichtlinien zur Vermeidung von Abholzung einhalten.
  4. Jährliche Berichterstattung zu Abholzungsrisiken und deren Management, einschließlich Offenlegung, welche Fortschritte bei der Umsetzung der eigenen Waldschutzmaßnahmen erzielt wurden.

Abholzungen haben viele Auswirkungen
„Zunehmende Waldrodungen und Brände im Amazonasgebiet sind eine Umweltkatastrophe mit massiven Auswirkungen auf Gesellschaft, ökologische Vielfalt, Wasser und Klima“, stellt die Erklärung fest. Als größter Regenwald der Welt ist die Region ein globales Refugium für biologische Vielfalt. Zudem handelt es sich um ein unschätzbar wichtiges Ökosystem, von dem auch ökonomische Aktivitäten auf der ganzen Welt abhängen.

Die Abholzungen und die daraus resultierenden Folgen können systemische Risiken ebenfalls für die Portfolios von Investoren bedeuten“, so die Erklärung weiter. Daher haben sich mehrere hundert Unternehmen dazu verpflichtet, die rohstoffgetriebene Waldrodung bis 2020 zu beenden. Es gibt jedoch nur wenige Möglichkeiten, die Fortschritte bei der Einhaltung der Verpflichtungen zu überprüfen.

Für Umweltsünder steigen die Risiken
„Unternehmen, die bei ihren Tätigkeiten und innerhalb ihrer Lieferketten auf Abholzung setzen, könnte der Zugang zu internationalen Märkten zunehmend erschwert werden“, führt die Investorenerklärung aus. „Daher sind sie diese Gesellschaften erhöhten Betriebs-, Reputations- und Regulierungsrisiken ausgesetzt.“ (aa)

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