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Raghuram Rajan: Die größte Gefahr einer Finanzkrise kommt ...

... diesmal nicht von den Banken, meint der indische Top-Ökonom Raghuram Rajan. Der ehemalige IWF-Chefökonom ortet zwei Hauptverdächtige als potenzielle Auslöser einer neuen Finanzkrise. Um wen es sich dabei handelt und wie er die Lage der Weltwirtschaft sieht, erfahren Sie in der Bildgalerie.

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Zur Überlebensfähigkeit des Euro meint der ehmalige IWF-Chefökonom pointiert: "Wenn man während der Griechenland-Krise Europäer fragte, sagten sie: 'Ja, klar, er wird überleben, wir werden eine Lösung finden.' Wenn man Amerikaner fragte, sagten sie: 'Nein, er wird kollabieren.' Die Leute haben mehr Vertrauen in die Widerstandsfähigkeit ihrer politischen Systeme. Von außen betrachtet mag es chaotisch aussehen, doch sie gehen davon aus, dass sie einen Weg finden werden, damit es funktioniert."

Die Kosten für einen Austritt aus dem Euro steigen jedenfalls mit jedem Jahr.  Das Problem sei deshalb, dass man nicht einfach zurückgehen könne. Wenn man hingegen bei der Integration weiter voranschreite, schaffe dies Nationalismus. Die derzeitige Situation sei jedenfalls nicht nachhaltig.

Der indische Top-Ökonom Raghuram Rajan war einer der wenigen, der die Finanzkrise rechtzeitig, von den Ursachen her korrekt und puncto Timing präzise vorhergesagt hat. Im Vorfeld des Institutional Money Kongress, für den der ehemalige IWF-Chefökonom als einer der Star-Referenten gewonnen werden konnte, hat er der "NZZ" ein Interview gegeben, dessen Kernaussagen wir im Rahmen der oben angeführten Bildgalerie zusammengefasst haben. In gewohnter Manier umreißt er darin messerscharf die wichtigsten Herausforderungen für die Weltwirtschaft.



Der indische Topökonom Raghuram Rajan ist es gewohnt, sich im Zentrum ökonomischer Macht zu befinden – aber auch die dort stattfindenden Vorgänge zu hinterfragen. So warnte Rajan im Jahr 2005 als Chefökonom des Internationalen Währungsfonds, damals noch gegen den Mainstream, vor einer drohenden Banken- und Finanzkrise. Als Präsident der indischen Notenbank warnte er den Premier vor der Einschränkung des Bargeld-Verkehrs. Wieder zu recht. Derzeit lehrt  Rajan in Chicago und gilt als aussichtsreicher Kandidat für den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften.

Im Rahmen seines Vortrages "Marktversagen: Wie man es erkennt – und nützt" wird der Starökonom nicht zuletzt Fragen wie diesen nachgehen: Welcher Politiker trifft gerade die nächste Fehlentscheidung? Und welche Vorkehrungen sollte man treffen? Zu Kongress und Vortrag anmelden können Sie sich entweder hier, oder über den angeführte Anmelde-Button.




Zwei Hauptverdächtige für einen Lehman-Moment

Neben seinen Prognosen zur zukünftigen Ausrichtung der US-Notenbank Federal Reserve und der Zukunft der Euro-Zone hat er auch zwei Hauptverdächtige als potenzielle Auslöser einer neuen Finanzkrise ausgemacht. Eines vorweg: Es handelt sich diesmal nicht um den Banken-Sektor. Aus welchen zwei Richtungen sich ein Szenario à la 2008 kommen könnte, erfahren Sie im Rahmen der oben angeführten Bildstrecke. Auf eine tiefer greifende Analyse durch den Ökonomen darf man sich am 27. Februar am Institutional Money Kongress freuen. (hw)

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