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Raghuram Rajan: Die größte Gefahr einer Finanzkrise kommt ...

... diesmal nicht von den Banken, meint der indische Top-Ökonom Raghuram Rajan. Der ehemalige IWF-Chefökonom ortet zwei Hauptverdächtige als potenzielle Auslöser einer neuen Finanzkrise. Um wen es sich dabei handelt und wie er die Lage der Weltwirtschaft sieht, erfahren Sie in der Bildgalerie.

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Auf die Frage, wie sich das aktuelle Wachstum auf die Politik der Notenbanken auswirken wird, meint Rajan, dass die Inflation dieses Jahr sowohl in den USA als auch global zulegen und sich näher dorthin bewegen dürfte, wo die Zentralbanken sie haben wollen. Aus der Perspektive der Federal Reserve ist diese Entwicklung bereits auf dem Weg. Es gebe immer noch Leute, die sagen, dass die Phillips-Kurve, die den Zusammenhang zwischen Lohnänderungen auf der einen und der Arbeitslosenquote auf der anderen Seite beschreibt, tot sei. Die Fed werde diese risikoreiche Ansicht nicht teilen und weiter davon ausgehen, dass beständige Zinserhöhungen der richtige Weg sind.

Ob die Notenbanken nicht "behind the curve" seien, sei schwer zu sagen. Mit Sicherheit werde der von der US-Steuerreform ausgehende Stimulus das Wachstum erhöhen. Weil sich die Inflation laut Rajan aber noch immer unterhalb ihres Zielniveaus befindet, macht sich das Board des Fed laut Rajan darüber nicht allzu viele Sorgen. 

Der indische Top-Ökonom Raghuram Rajan war einer der wenigen, der die Finanzkrise rechtzeitig, von den Ursachen her korrekt und puncto Timing präzise vorhergesagt hat. Im Vorfeld des Institutional Money Kongress, für den der ehemalige IWF-Chefökonom als einer der Star-Referenten gewonnen werden konnte, hat er der "NZZ" ein Interview gegeben, dessen Kernaussagen wir im Rahmen der oben angeführten Bildgalerie zusammengefasst haben. In gewohnter Manier umreißt er darin messerscharf die wichtigsten Herausforderungen für die Weltwirtschaft.



Der indische Topökonom Raghuram Rajan ist es gewohnt, sich im Zentrum ökonomischer Macht zu befinden – aber auch die dort stattfindenden Vorgänge zu hinterfragen. So warnte Rajan im Jahr 2005 als Chefökonom des Internationalen Währungsfonds, damals noch gegen den Mainstream, vor einer drohenden Banken- und Finanzkrise. Als Präsident der indischen Notenbank warnte er den Premier vor der Einschränkung des Bargeld-Verkehrs. Wieder zu recht. Derzeit lehrt  Rajan in Chicago und gilt als aussichtsreicher Kandidat für den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften.

Im Rahmen seines Vortrages "Marktversagen: Wie man es erkennt – und nützt" wird der Starökonom nicht zuletzt Fragen wie diesen nachgehen: Welcher Politiker trifft gerade die nächste Fehlentscheidung? Und welche Vorkehrungen sollte man treffen? Zu Kongress und Vortrag anmelden können Sie sich entweder hier, oder über den angeführte Anmelde-Button.




Zwei Hauptverdächtige für einen Lehman-Moment

Neben seinen Prognosen zur zukünftigen Ausrichtung der US-Notenbank Federal Reserve und der Zukunft der Euro-Zone hat er auch zwei Hauptverdächtige als potenzielle Auslöser einer neuen Finanzkrise ausgemacht. Eines vorweg: Es handelt sich diesmal nicht um den Banken-Sektor. Aus welchen zwei Richtungen sich ein Szenario à la 2008 kommen könnte, erfahren Sie im Rahmen der oben angeführten Bildstrecke. Auf eine tiefer greifende Analyse durch den Ökonomen darf man sich am 27. Februar am Institutional Money Kongress freuen. (hw)

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