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"Queen of Quants" Leda Braga prophezeit massives Hedgefondssterben

Über kurz oder lang werden Tausende Hedgefonds vom Markt verschwinden, erklärt die Hedgefondsexpertin Leda Braga. Portfolios, die weniger als mehrere Milliarden US-Dollar verwalten, haben ihrer Einschätzung nach keine Chance mehr.

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© Reikara / stock.adobe.com

Auf Hedgefonds kommt nach einer kurzen Erholungsphase eine weitere Konsolidierungswelle zu, glaubt Leda Braga. Die Brasilianerin verwaltet bei Systematica Investments in Genf rund neun Milliarden US-Dollar und wird wegen ihres quantitativen Ansatzes auch die "Queen of Quants" genannt. "Von den 10.000 Hedgefonds werden nur ein paar Hundert übrig bleiben", so Braga gegenüber dem "Handelsblatt". Anzeichen dafür, dass Hedgefonds Probleme haben, gibt es bereits seit längerem. Viele der Vehikel verschwanden in den vergangenen Jahren vom Markt.

Seit der Lehman-Pleite und der darauffolgenden Finanzkrise ist der regulatorische Aufwand für Hedgefondsmanager massiv gestiegen, erklärt Braga. Kleinere Hedgefonds mit weniger als mehreren Milliarden Dollar an verwaltetem Vermögen sind unrentabel geworden. Die Investmentexpertin sagt dem Markt eine Zweiteilung voraus: Auf der einen Seite stehen rein quantitativ verwaltete Hedgefonds mit niedrigen Gebühren – auf der anderen Seite teure, maßgeschneiderte Produkte. "Alles, was dazwischen liegt, stirbt aus", ist sich Braga sicher.

Doch kein Lichtblick
Anfang dieses Jahres sah es kurzzeitig so aus, als würden Hedgefonds zumindest in Europa aus der Krise finden. Immer mehr Investoren auf der Suche nach auskömmlichen Erträgen wandten sich den Produkten zu, die Zuflüsse schwollen an. Unterm Strich ist 2018 aber kein gutes Jahr für die Branche, sagt Braga. Im Gegenteil: "Es ist ein sehr hartes Jahr für uns." Unerwartete Bewegungen wie etwa bei der türkischen Lira haben viele Hedgefonds zuletzt unter Druck gesetzt. (fp)

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