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Quant.Capital begibt Quant-FinTec-Anleihe, zahlt 7,5 Prozent Kupon

Investoren, die zumindest indirekt vom Potenzial des Hochfrequenzhandels profitieren wollen, könnten eine Emission aus dem Hause Quant.Capital in Erwägung ziehen. Darüber hinaus ist interessant, mit welchen Strategien der Düsseldorfer Asset Manager reüssieren will.

Dr. Dieter Falke, Geschäftsführer von Quant.Capital Management
Dr. Dieter Falke, Quant.Capital Management
© Quant.Capital Management

Die auf computergestützten, systematischen Börsenhandel spezialisierte Quant.Capital GmbH & Co. KG, eine Schwestergesellschaft der Quant.Capital Management GmbH, hat eine FinTec-Anleihe begeben. „Damit wird das Wachstum des Unternehmens finanziert und darüber hinaus der Eintritt in weitere Börsen und Märkte weltweit“, lässt sich Dr. Dieter Falke, Geschäftsführer der Quant.Capital GmbH & Co. KG, in einer Unternehmensaussendung zitieren.

Kleine Stückelung erleichtert Beimischung
Die in Frankfurt notierte Anleihe (ISIN: DE000A3H2V43)umfasst ein Volumen von acht Millionen Euro, die in Stückelung von 1.000 Euro angeboten werden. Dies ist gleichzeitig die Mindestinvestitionssumme. Die Laufzeit begann am 1. Dezember 2020 und endet zum 30.11.2025. Der Kupon beträgt 7,5 Prozent. Die Zeichnungsfrist läuft noch bis zum 30. November 2021. Die Anleihe kann außerdem über die außerbörsliche Zeichnungsplattform www.hinkel-marktplatz.de/Quant750/ erworben werden.

High Frequency Trading ist profitabel
Der Hochfrequenzhandel ist eines der am stärksten wachsenden und profitabelsten Segmente der Finanzindustrie. Weltweit versuchen Börsen, so viele Market Maker oder Liquidity Provider anzuziehen wie möglich.

„Wir haben eine Handelsinfrastruktur aufgebaut, mit der wir unter den Hochfrequenzhändlern an jeder Börse der Welt unter den Top-Drei-Prozent stehen können“, sagt Falke. „Unsere vorrangige Ausrichtung auf Strategien zur Liquiditätsbereitstellung ist auch für die Börsen interessant, da wir dadurch Liquidität in den Markt bringen. Die großen Börsen bieten dafür qualitativ hochwertige Handelsumgebungen und Attraktivität besonders für High-Frequency-Handelsfirmen“, so Falke.

Die Quant.Capital GmbH & Co. KG nutzt laut Eigenangaben bewährte Handelskonzepte und hat eine der stärksten Infrastrukturen für den Handel an den größten deutschen Börsen Xetra und Eurex aufgebaut. „Wir sind ein Top Player hinsichtlich der Datenverarbeitungs- und Handelsgeschwindigkeit sowie der Technologie“, so Falke.

Über die Strategie
Ziel ist die maximal mögliche Stabilität der Handelserträge und der Ergebnisentwicklung: „Es werden keine großen Handelspositionen auf längere Sicht mit entsprechenden Preisrisiken eingegangen“, so Falke. „Im Gegenteil bietet unsere Handelsinfrastruktur die Möglichkeit, eine sehr große Anzahl von Transaktionen umzusetzen, jeweils mit kleinen Handelspositionen und nur extrem kurzen Haltedauern, mit denen das Preisänderungs- und somit Verlustrisiko minimiert wird.“

Entscheidend für den Erfolg ist die Datenverarbeitungsgeschwindigkeit bis zum Nanosekunden-Bereich (eine milliardstel Sekunde). „Wir erreichen eine Order-Geschwindigkeit im niedrigen Mikrosekunden-Bereich (eine millionstel Sekunde), damit liegen wir in den Top-Drei-Prozent aller Eurex Trading Sessions“, so Falke. Die hohe Handelsgeschwindigkeit bedeutet dabei entsprechende Vorteile gegenüber herkömmlichen Lösungen. „Die Geschwindigkeit der Orderabwicklung ermöglicht es, Arbitragevorteile zu nutzen“, sagt Falke.

Gleichzeitig verfüge die Quant.Capital GmbH & Co. KG über die Analysekapazität, um Handelsstrategien zu entwickeln, die diese Geschwindigkeitsvorteile optimal nutzen. „Unsere Simulations-Infrastruktur dient der Performance-Evaluierung, der Risiko-Schätzung, dann der Simulation von Transaktionen sowie der Post-Trade-Analyse“, sagt Falke. „Wir messen damit den Einfluss von neuen Handelssignalen auf das Handelsergebnis, bewerten den Geschwindigkeitsvorteil und gewinnen so detaillierte Erkenntnisse über die Handelsentscheidungen.“

Anleihegelder für den Systemausbau
Nach jahrelangen Erfahrungen im Millisekunden-Geschwindigkeitsbereich wird im ersten Quartal 2021 der Handel an Eurex und auf Xetra nach weiteren großen Investitionen in die Handelsinfrastruktur im Nanosekunden-Latenzbereich fortgesetzt. Das mit der Anleihe eingesammelte Kapital dient dazu, den Handel auszudehnen und schneller auf weitere Börsen auszuweiten, um perspektivisch in allen Zeitzonen vertreten zu sein. „Das Zusammenspiel aus hoher Geschwindigkeit bei Datenverarbeitung und Ordermanagement mit modernen Analyseverfahren wie Machine Learning wird zur weiteren Optimierung der Handelsstrategien und zur Gewinnmaximierung genutzt“, sagt Falke. „Wir erwarten, dass die Ausweitung des Handels auf zusätzliche Finanzinstrumente und Anlageklassen und die Erweiterung unserer Präsenz auf internationale Marktplätze zu einer zusätzlichen Steigerung der Ergebnisse führt“, so Falke.

Das Ziel ist über die Steigerung von Umsatz und Marktanteilen hinaus die Weiterentwicklung zu einer globalen High-Frequency-Boutique. „Das ist zu schaffen, da wir unser Skalierungspotenzial und unseren Wettbewerbsvorteil auf den globalen Märkten umsetzen können.“ (aa)

 

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